13 Zeitstrafen und eine Aufholjagd: Der HSC Haltern-Sythen verschläft die erste Halbzeit

dzHandball: Oberliga

Zur Halbzeit lag der HSC Haltern-Sythen gegen Möllbergen mit acht Toren zurück. Dann startete der Aufsteiger eine Aufholjagd. Für viel Diskussion sorgten derweil auch die Schiedsrichter.

Haltern

, 09.11.2019, 21:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach den ersten dreißig Minuten gegen den TuS Möllbergen lag der HSC Haltern-Sythen bereits deutlich hinten. Doch dann präsentierte sich der Aufsteiger plötzlich wie ausgewechselt - am Ende reichte es dennoch nicht mehr.

„Wenn du die erste Halbzeit mit acht Toren verlierst, verlierst du eben unterm Strich“, sagte Halterns Trainer Gerard Siggemann nach der 27:29-Niederlage seiner Mannschaft.

HSC trifft zu oft „schlechte Entscheidungen“

Eigentlich erwischten die Halterner den besseren Start. Doch nachdem die Gäste aus Porta Westfalica zum 3:3 ausglichen (5.), drehten sie die Partie und gaben die Führung auch nicht wieder her.

Zwischenzeitlich gelang den HSC-Spielern elf Minuten lang kein einziger Treffer, während Möllbergen immer weiter nachlegte und sich auf 5:11 absetzte (19.). „In der ersten Halbzeit waren wir gar nicht da“, stellte Siggemann fest.

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Während vor dem gegnerischen Tor oft „schlechte Entscheidungen getroffen“ wurden, war sein Team in der Defensive „immer einen Schritt zu spät“. So gelangen dem TuS viele einfache Tore, darunter auch einige aus der zweiten Reihe.

Acht-Tore-Rückstand für den HSC Haltern-Sythen

Und so ging es daher auch in der Höhe verdient mit 10:18 in die Pause. Danach zeigten sich die Halterner von ihrer besseren Seite und holte nach und nach auf. Während der HSC immer sicherer wurde, zeigte Möllbergen plötzlich Fehler, die in der ersten Hälfte kaum vorstellbar gewesen wären.

Während der TuS schon in der ersten Halbzeit auf eine 5:1-Variante in der Defensive setzte, stellte der HSC ebenfalls auf eine offenere Deckung um. „Ich hab alles versucht“, sagte Gerard Siggemann.

Je näher der Schlusspfiff rückte, desto hektischer wurde die Partie. Das lag jedoch nicht nur an dem größer werdenden Risiko, welches der HSC mit seiner offensiveren Deckung einging, sondern auch an dem Schiedsrichter-Duo.

Ungenaue Pässe erschweren die Aufholjagd

13 Zeitstrafen sprachen sie während der gesamten 60 Minuten aus und sorgten immer wieder für Verwunderung auf beiden Seiten. Während die Gäste in der ersten Halbzeit nur einmal in Unterzahl agieren mussten, schickten die Schiedsrichter in Halbzeit zwei sieben Mal TuS-Spieler auf die Bank.

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Die Chance, das Spiel tatsächlich noch mal zu drehen, vergaben die Halterner dann wenige Minuten vor dem Ende der Partie. Nach Jan-Bernd Kruths Treffer zum 25:27 (57.) verpasste der HSC es, nachzulegen und ließ zwei Angriffe mit ungenauen Pässen leichtfertig verpuffen.

„Mit der Leistung der zweiten Halbzeit bin ich zufrieden“, sagte Gerard Siggemann. Doch „das Überzahlspiel war nicht effektiv genug“ um doch noch einen oder zwei Punkte zu holen.

Der HSC Haltern-Sythen muss als nächstes zum FC Schalke 04

In den zweiten 30 Minuten habe sein Team in der Abwehr gut agiert und Möllbergen „in einfache Fehler gelockt“. Doch durch die Niederlage richtet der HSC seinen Blick nun auf das untere Ende der Tabelle.

Mit 5:9 Punkten steht der Aufsteiger auf dem drittletzten Tabellenplatz. In der kommenden Woche geht es zum Schlusslicht Schalke. Dort, so Siggemann, müsse sein Team dann wieder siegen.

HSC: Lüger, Brüggemann - Scherer (5), Andersen (1), Knöner, M. Beumer, Schulte-Lünzum (1), J. Schrief (8/2), P. Schrief, Alkemper, J. Beumer (1), Kruth (9/2), Wolak, Mazur (2)

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