Zwischen Höhen und Tiefen wuchs in der Landesliga beim SV Brackel etwas zusammen

dzFußball-Rückblick

Der Abstieg aus der Westfalenliga war bitter. In der Landesliga fand der SV Brackel mit einem deutlich verjüngten Team wieder zu sich. Am Ende stand ein 7. Platz - ausbaufähig.

Dortmund

, 04.06.2019, 20:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

In unserem Fußball-Rückblick schauen wir eine Woche lang auf alle überkreislich spielenden Teams der abgelaufenen Saison. Teil 6: Der SV Brackel (Landesliga, Platz 7, 46 Punkte, 13 Siege, 7 Unentschieden, 12 Niederlagen).

Das Spiel der Saison: Es war der 7. April und die Saison für den SV Brackel noch längst nicht in trockenen Tüchern, als der spätere Westfalenligaaufsteiger SV Sodingen in Brackel gastierte. „Da haben wir als Trainerteam erstmals richtig gesehen, dass alles, was wir investiert haben, sich auszahlt“, erinnert sich Trainer Giovanni Schiattarella später. Mit 6:0 wurde der Aufstiegsaspirant nach Hause geschickt. Schon zur Halbzeit stand es 4:0 für Brackel. Torschütze in Minute 2, 22 und 35: Daniel van der Ley.

Das Highlight der Saison: Die Entwicklung der Mannschaft. „Das Team hat nach dem Abstieg ein komplett neues Gesicht bekommen. Viele Spieler, die neu kamen, waren noch gar nicht fit und im Wettkampfmodus“, sagt Schiattarella. Aus dieser Entwicklung resultierte eine Rückrunde, die Kraft und Optimismus für die nächste Saison gibt.

Wendepunkt der Saison: Mitten im März war der SV Brackel tief gesunken - auf Platz 15. Und auf einmal war sogar das Wörtchen Abstiegskampf zu hören. Dass aus den Bedenken letztlich keine Tatsachen wurden, dafür legte die Elf den Grundstein mit einem 4:0 beim SSV Buer, besagtem 6:0 gegen den SV Sodingen und zehn Tage später mit einem 8:1-Erfolg beim VfB Günnigfeld.

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Kuriosum der Saison: Über die ganze Saison betrachtet ist der SV Brackel Zuhause eine Macht. 32 Punkte holte das Team vor eigenem Publikum und belegt damit in der Heim-Tabelle hinter Aufsteiger SV Sodingen (33 Punkte) Platz zwei. Weniger golden lief es hingegen auswärts. 14 Punkte verbuchten die Brackeler auf fremden Plätzen. Das reicht nur für Platz 16. Allerdings gewann das Team in der Rückrunde auch auswärts an Stabilität.

Das Lowlight der Saison: Das war wohl der Saisonstart. Drei Spiele, drei Niederlagen. Für einen Absteiger aus der Westfalenliga eine mehr als schmale Bilanz. Für Trainer Giovanni Schiattarella ist das rückblickend aber auch keine große Überraschung. Etliche Spieler hatten nach dem Abstieg die Mannschaft verlassen. Und die neuen und deutlich jüngeren Spieler mussten erst das verinnerlichen, was der neue Trainer von ihnen an Disziplin und Mannschaftsgefühl verlangte.

Der Spieler der Saison: Daniel van der Ley wurde für den SV Brackel zum absoluten Glücksgriff. Gekommen vom ASC aus Aplerbeck, belebte er die Offensive der Brackeler mit 16 Toren bei 32 Einsätzen nachhaltig. Trainer Schiattarella lobt aber vor allem die Mentalität und Erfahrung van der Leys, von der die ganze Mannschaft profitiert habe.

Die Maschine der Saison: In diesem Fall sind es zwei: Aber wer auf die absoluten Leistungsträger beim SV Brackel schaut, kommt an Abwehrchef Lukas Staudinger und Kapitän Niklas Rybarczyk und an ihren Führungsqualitäten nicht vorbei. Bitter, dass Staudinger, den SV in Richtung RW Germania verlässt.

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Die Saison als Film: Zuhause ist es am schönsten (A casa tutti bene). Wie in der italienischen Filmkomödie über eine große Familie, die nicht so recht zusammenwachsen will, aber es am Ende einer langen Nacht doch noch schafft, so hat der SV Brackel im Laufe eine langen Saison auch über die beeindruckende Heimstärke zu sich gefunden.

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