Zivko Radojcic vom BSV Schüren: „Dass der so reingeht, hätte ich nicht gedacht“

Spieler des Spieltags

Sein 30-Meter-Strahl brachte dem BSV Schüren die Führung gegen Horst-Emscher und sich selbst die Wahl zum Spieler des Tages. Über 40 Prozent stimmten für den 22-Jährigen.

Dortmund

, 27.04.2019, 07:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zivko Radojcic vom BSV Schüren: „Dass der so reingeht, hätte ich nicht gedacht“

Zivko Radojcic ist der Spieler des Spieltags. © Montage Otto

Zivko Radojcic ist angekommen beim BSV Schüren. Nachdem sein erstes Saisontor aus dem Spiel gegen den Tabellenletzten Marl-Hüls annuliert wurde, hat er rund um Ostern nachgelegt. Erst die 2:0-Führung beim 2:1-Erfolg gegen Wiemelhausen, dann das 2:1 aus 30 Metern beim 5:3-Sieg gegen Horst-Emscher, das hier auch nochmal zu sehen ist.

Abstimmung zum Spieler des Tages gewonnen

Dafür gewann er unsere Abstimmung zum Spieler des Tages mit über 40 Prozent der mehr als 300 Stimmen vor Rüdiger „Rudi“ Panzer von Westfalia Wickede (dessen Geschichte wir hier schon aufgeschrieben haben).

Zivko Radojcic, Glückwunsch zur Wahl. Hast du So eine Bude schonmal geschossen?

Nee, noch nie in meiner ganzen Laufbahn. Das war natürlich überragend, dass der reingeht. Ich hatte vorher schon zweimal die Möglichkeit, da habe ich aber nicht geschossen. Und beim dritten Mal hab ich dann gedacht: Jetzt lass ich mal einen raus. Dass der so reingeht, hätte ich aber nicht gedacht.

Wusstest du, dass er reingeht, als der Ball den Fuß verlassen hat?

Ich habe der Schussbahn noch nachgeguckt, der zog so ein bisschen nach rechts weg wegen des Winds. Dann hab ich aber gesehen: Doch, der wird geil.

Trainierst du solche Schüsse?

Ich komme schonmal früher zum Training und trainiere meine Schusstechnik. Aber so ein Tor habe ich noch nie geschossen, das ist schon ein geiles Gefühl.

Es war erst dein zweites Saisontor?

Ja, ich habe zwar schonmal gegen Marl-Hüls getroffen, aber die Spiele sind ja alle annulliert worden. Das erste war am Donnerstag gegen Wiemelhausen und das zweite jetzt.

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Es wirkt so, als würdest du gerade richtig ins Rollen kommen. Wie kommt das?

Es klingt komisch, aber ich gehe freitags nicht mehr raus. Und das hilft. Zu Hause bleiben, nicht mehr so viel Halligalli.

Und du fühlst dich wohl in Schüren?

Ja, sehr wohl, ich komme gut zurecht mit der Mannschaft und dem Trainer. Ich habe deshalb auch schon verlängert.

Auch für beide Ligen?

Ich gehe davon aus, dass wir nicht abstiegen. Sonst muss ich mit Peter (Seifert, Anm. d. Red.) nochmal sprechen (schmunzelt).

Warum habt ihr es nicht über die gesamte Saison geschafft, die vorhandene Qualität auf den Platz zu bringen?

Es gibt immer Spieler, die sich zuviel auf andere konzentrieren als auf sich selbst. Am Donnerstag in Wiemelhausen haben wir mit Spielern gespielt, wo du eigentlich denkst: Das verlieren wir. Aber es haben alle zusammen gekämpft, der Zusammenhalt ist viel größer geworden.

So packt ihr den Klassenerhalt?

Ich hoffe, dass wir das rechtzeitig hinbekommen. Ich habe keine Lust auf Zittern am letzten Spieltag, auf ein Endspiel in Lennestadt. Es ist auf jeden Fall machbar, das vorher hinzubekommen.

Zum Beispiel am Sonntag beim Kirchhörder SC?

Ja, das Hinspiel haben wir sogar in Unterzahl gewonnen. Wenn wir da jetzt drei Punkte holen, hätten wir neun in Serie. Das sieht dann schon gut aus.

Und wenn es ein zähes Spiel ist, holst du wieder den Hammer raus?

(lacht) Klar, ich hoffe, dass das dann auch wieder klappt.

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