„Wir gucken nicht mehr auf den Laptop, der ist Geschichte“ - ASC 09 startet neues Kapitel

dzFußball-Oberliga

Tim Schwarz ist seit dieser Woche präsent bei der Oberliga-Mannschaft des ASC 09. Ein neues Kapitel für den Verein und den neuen Trainer - mit einer Neuerung, die gar nicht so neu ist.

Dortmund

, 25.10.2019, 11:44 Uhr / Lesedauer: 2 min

Beim Lesen eines Buchs kann sich so einiges verändern. Ein neues Kapitel beginnt: Neue Protagonisten erscheinen, alte fallen weg. Sie bleiben in Erinnerung, doch ein neues Kapitel bedeutet auch meist einen Neustart.

Intensives Kapitel

Einen, wie der ASC 09 ihn nun am Montag hatte. Das Kapitel Daniel Sekic ist für die Aplerbecker abgeschlossen, das Kapitel Tim Schwarz nun eröffnet. Und es deutet daraufhin, ein intensives zu werden, so beschreibt es das ASC-Personal nach den ersten drei Einheiten des 34-Jährigen.

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„Prinzipiell waren es sehr intensive Trainingseinheiten“, erzählt Pierre Szymaniak. Tim Schwarz hat die Zügel angezogen.

Schwarz hat keine großen Experimente und außergewöhnliche Maßnahmen durchgeführt, die Übungseinheit war „immer mannschaftsbezogen“, geprägt vom „Kennenlernen“ und vielen „Spielformen“, wie Szymaniak berichtet.

Eine Sache steht beim ASC-Training im Fokus

Dabei stand vor allem eines im Fokus: das Training selbst. „Wir gucken nicht mehr so viel auf den Laptop, der ist jetzt Geschichte“, erzählt Szymaniak. „Tim schlägt den Fokus auf das Training.“

Waren im alten ASC-Kapitel unter Daniel Sekic die Brustgurte, die Laufanalyse und die Daten der Spieler während der Einheiten noch gegenwärtig, sind sie es im neuen Kapitel nicht mehr.

Ein Verletzter, zwei Spieler sind angeschlagen

Tim Schwarz ist dabei, seine eigene Idee zu entwickeln. Dabei hatte er am Montag (24 Feldspieler) und Dienstag (20 Feldspieler) ein immenses Angebot an Akteuren zur Verfügung. Lediglich Dennis Drontmann fehlt mit einer Knieverletzung, Paul Stieber und Dzanan Mujkic sind angeschlagen.

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Bedienen konnte er das große Aufgebot unter anderem dank seiner Co-Trainer Dominik Kemler und Sead Sabotic. In Gruppen habe das Trio gearbeitet, das Personal sich dabei in der Vorbereitung für das Heimspiel gegen die Reserve des SC Preußen Münster (Sonntag, 15 Uhr, Waldstadion, Schwerter Straße 238, Dortmund) laut Schwarz „sehr aufgeschlossen, willig und bereit“ präsentiert .

„Selbstverständlich wollen wir erstmal nachlegen“, erklärt Schwarz nach dem 3:1-Sieg vergangene Woche beim Holzwickeder SC. „Gerade jetzt in den Heimspielen müssen wir immer Präsenz zeigen und den Zuschauern das Gefühl geben, dass sie was zurückbekommen, wenn sie ins Waldstadion kommen.“

„Wir gucken nicht mehr auf den Laptop, der ist Geschichte“ - ASC 09 startet neues Kapitel

Tim Schwarz (r.) schaute sich vergangene Woche das ASC-Spiel beim Holzwickeder SC an. © Stephan Schuetze

Doch wie soll sie aussehen, die Schwarz-Spielidee? Pierre Szymaniak hätte da schon eine Vorstellung: „Er weiß selber, was uns stark gemacht hat. Das war das Umschaltspiel.“ Schwarz will sich da aber noch nicht festlegen, schwärmt von seinem Arbeitskollektiv. „Der Kader bringt alles mit“, sagt er, „Eine Kombination aus verschiedenen Elementen. Natürlich wollen wir den Ball haben, wollen vernünftiges Gegenpressing spielen, schnell umschalten.“

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Schwarz bevorzugt einen bestimmenden Spielansatz, will „grundsätzlich einen eher dominanten Spielstil“ zeigen. Erste Chance dafür im neuen ASC-Kapitel mit Tim Schwarz: diesen Sonntag.

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