Wind der Erleichterung, straffe Zügel und ein großes Kasalla

dzDer Fußball-Spieltags-Kommentar

Der Spieltag hat Spaß gemacht. Brünninghausen sichert sich drei Punkte im Abstiegskampf der Oberliga, Schüren in der Westfalenliga und Brackel in der Landesliga. Es gibt weitere Gewinner.

Dortmund

, 18.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Das Aufatmen in Brünninghausen war bis nach Münster (hier wohne ich) zu spüren. Gegen 21.20 Uhr blies mir am Donnerstag plötzlich ein warmer Wind ins Gesicht. Er roch nach Erleichterung, ein bisschen Angstschweiß und Genugtuung. Der Windstoß muss einfach aus Brünninghausen gekommen sein. Zu verdanken hat das Team den Erfolg einmal mehr Topstürmer Arif Et, der beide Treffer zum 2:0-Erfolg gegen die Hammer Spielvereinigung erzielte. Er ist mit seinen jetzt 16 Treffern die Lebensversicherung des FCB. Ohne seine Treffer müsste sich der Klub längst bei Google Maps mit den Standorten Wiemelhausen, Lennestadt oder Finnentrop/Bamenohl beschäftigen. Das nächste Ziel heißt aber erstmal Gievenbeck. Beim Tabellenletzten aus Münster muss der FCB am Montag nachlegen.

Beim BSV Schüren ist nach dem überlebenswichtigen 2:1-Auswärtserfolg in Wiemelhausen jetzt nicht die Zeit gekommen, eine Woche lang „No Rules“ walten zu lassen. Trainer Artur Matlik muss die Zügel weiter straff halten, denn das Team liegt noch auf dem Relegationsplatz, aber nur noch einen Zähler hinter dem FC Lennestadt. Diese Schürener Mannschaft, mit der individuellen Klasse, darf einfach nicht abstiegen, das wäre ein Verrat an den Fußball.

Schiattarella muss die Speisekarte ändern

Dann haben wir noch den SV Brackel. Diese Mannschaft versteht wohl niemand. Vor ein paar Woche zeigten sie Leistungen, die nicht für einen Sieg gegen den Ortsrivalen SF Brackel 61 reichen würde, dann folgen wieder Auftritte wie in den vergangenen drei Wochen.Am Donnerstagabend wurde kurzerhand mal der VfB Günnigfeld mit 8:1 verprügelt. Das ist noch zum Verrückt werden. Brackels Trainer Giovanni Schiattarella muss ab sofort Penne Verwirrbiata auf seine Speisekarte hinzufügen.

Nicht zur Rheumatherapie

Es gibt noch zwei weitere Gewinner an diesem Spieltag: Rüdiger Panzer heißt der eine. Der ist 46 Jahre alt und stand beim 3:1-Erfolg von Westfalia Wickede beim Westfalenliga-Zweiten TuS 05 Sinsen im Tor und hatte seinen Anteil an dem Sieg. In seinem Alter gehen andere Männer zur Rheumatherapie, zum Aquajogging oder spielen nur noch Doppelkopf. Nicht so Rüdiger Panzer. Der führt sein Team mit zum Sieg gegen einen Aufstiegsaspiranten.

Legat kann kommen

Und dann hätten wir noch den TuS Bövinghausen, der das Bezirksliga-Derby gegen Hannibal souverän mit 4:0 gewann und nur noch zwei Zähler hinter Spitzenreiter FC Nordkirchen liegt. Und Bövinghausen hat noch ein Spiel mehr in der Hinterhand. Ganz Dortmund darf sich wohl auf Thorsten Legat freuen, der kommt nämlich im Aufstiegsfall nach Bövinghausen. Also, haut rein, ansonsten gibt es von uns Kasalla. Wir wollen Thorsten Legat sehen.

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