Wie der Rosarote Panther: Als den TuS Hannibal schon alle abgeschrieben hatten, kam er zurück

dzFußball-Rückblick

Der Fußball-Bezirksligist TuS Hannibal sicherte sich durch einen bemerkenswerten Schlussspurt mit vier Siegen aus den letzten fünf Spielen als Zwölfter den Klassenerhalt.

Dortmund

, 08.06.2019 / Lesedauer: 3 min

In unserem Fußball-Rückblick schauen wir eine Woche lang auf alle überkreislich spielenden Teams der abgelaufenen Saison. Teil 17: TuS Hannibal (Bezirksliga, Platz 12, 27 Punkte, 8 Siege, 3 Unentschieden, 17 Niederlagen).

Das Spiel der Saison: Der klare 6:2-Erfolg im Duell gegen den direkten Konkurrenten Dorstfelder SC war für Trainer Hamsa Berro das Spiel der Saison. Beim Spielstand von 0:2 wechselte Berro bereits nach 25 Minuten zwei Mal. Das hohe Risiko wurde belohnt, denn sein Team überrannte den SCD und siegte am Ende deutlich.

Das Highlight der Saison: Die 10:1-Klatsche für Union Lüdinghausen am ersten Rückrundenspieltag Mitte Februar. „Mit diesem Kantersieg haben wir zu Beginn der Rückrunde ein deutliches Zeichen gesetzt“. erinnert sich Trainer Hamsa Berrro. Auch deshalb hatte der TuS am Ende das beste Torverhältnis aller im Abstiegskampf befindlichen Teams.

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Kuriosum der Saison: Das 0:0-Unentschieden gegen Alemannia Scharnhorst war die kurioseste Partie aus Sicht des TuS. Hannibal hatte Torchancen für zwei Spiele, scheiterte aber vier Mal am Aluminium und noch häufiger an Alemannias überragendem Torhüter Jonas König. Hannibal machte auch deshalb Nägel mit Köpfen und verpflichtete Jonas König für die kommende Saison.

Die Enttäuschung der Saison: Die gesamte Hinrunde verlief enttäuschend. Lediglich sechs Zähler standen auf der Habenseite. Unter anderem wurde beim 3:3 gegen den Absteiger FC Overberge ein 3:0-Vorsprung verspielt, der TuS gestattete dem FC in der Nachspielzeit noch den Ausgleich. Gut für Hannibal, dass das Spiel hinterher annulliert wurde. Außerdem vermisste Hamsa Berro einen echten Knipser, der in der Lage war die zahlreichen Torchancen zu verwerten.

Die Spieler der Saison: Ankurbler Eduardo Ribeiro, der zu Saisonbeginn noch als Trainer den Kopf hinhielt. nach Berros Rückkehr mit seiner Laufstärke und seiner Übersicht das Spiel immer wieder anschob. Aber auch Spielmacher Mahmoud Najdi spielte sich mit immerhin 14 Saisontoren in den Vordergrund.

Die Maschinen der Saison: Spielführer Ibrahim Berro und Mustapha Hamdaoui sind die Maschinen des TuS Hannibal. Beide Akteure zeigten immer den absoluten Siegeswillen, schmissen sich in jeden Zweikampf und rissen ihre Teamkameraden häufig mit. Berro gelangen zusätzlich noch zehn Treffer - davon viele wichtige in der entscheidenden letzten Saisonphase.

Die Saison als Film oder Serie: Der Rosarote Panther. Sein Spruch ist legendär und er trifft auf den TuS Hannibal nach einer Hinrunde mit sechs Punkten einfach zu: „Heute ist nicht alle Tage, wir kommen wieder, keine Frage.“ Nach der Hinrunde sei sein Team von vielen schon abgeschrieben worden, sagte Berro. Doch es kam zurück - schneller als es den Konkurrenten im Abstiegskampf lieb sein konnte.

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