Wettkämpfe in Dortmund durch Lockerungen möglich? Das sagt die Stadt

dzSport in Dortmund

In NRW gibt es neue Corona-Lockerungen im Sport, beispielsweise wären theoretisch auch wieder Fußballspiele erlaubt. Aber würde die Stadt Dortmund so etwas überhaupt erlauben?

Dortmund

, 17.06.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Was vor einigen Wochen noch unmöglich schien und in weit entfernter Zukunft lag, ist plötzlich wieder in greifbarer Nähe. In Nordrhein-Westfalen sind seit dem 15. Juni neue Corona-Lockerungen in Kraft getreten, die selbst Fußballspiele wieder möglich machen. 30 Personen dürfen unter freiem Himmel gemeinsam nicht-kontaktfreien Sport betreiben, immerhin neun sind es in Sporthallen.

So weit, so gut. Aber bedeutet das für Dortmunder Sportvereine, dass sofort die ersten Testspiele angesetzt werden dürfen? Bei den ersten Corona-Lockerungen im Mai, bei denen die Landesregierung das Training unter strengen Hygienevorschriften wieder erlaubt hatte, trat die Stadt Dortmund zunächst auf die Bremse, zog erst mit Verspätung nach. Seit dem 18. Mai gilt nun: Vereine dürfen öffentliche Sportanlagen wieder nutzen, wenn sie ein passendes Hygienekonzept ausarbeiten und die Erlaubnis der Stadt erhalten.

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Zumindest diese Regelung hat sich durch die neuen Lockerungen nicht geändert. „Die neuen Lockerungen der aktuellen CoronaSchutzVerordnung zwingen grundsätzlich keinen Verein zu einer Änderung seines Trainingskonzeptes sowie zur Änderung der dort beschriebenen Hygiene- und Abstandsregeln“, erklärt die Stadt auf Anfrage dieser Redaktion. Sollten sich Vereine, in denen Kontaktsportarten wie Handball ausgeübt werden, aber dazu entschließen, auch wieder mit Kontakt zu trainieren, müsse das Konzept entsprechend angepasst werden.

Stadt verlangt in einigen Fällen das Anpassen der Hygienekonzepte

Das eventuelle Anpassen der Konzepte sei aber laut Stadt nichts Neues: „Dieses Verfahren galt auch schon bei den vorherigen Lockerungen wie bei der möglichen Nutzung von Duschen und Umkleiden. Einige Vereine haben darauf verzichtet, andere haben ihr Konzept angepasst und nutzen die Räume unter Einhaltung der Abstandsregeln.“

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In Sachen Wettkämpfe hält sich die Stadt allerdings noch zurück. Theoretisch wären im Freien beispielsweise wieder Fußballtestspiele möglich - auch mit bis zu 100 Zuschauern. Diese Themen befänden sich noch in der internen Klärung, die Entscheidung werde in Absprache mit dem Fußballkreis getroffen. Dessen Vorsitzender Jürgen Grondziewski hatte auf die Lockerungen auch eher zurückhaltend reagiert.

Zurückhaltend sind kurz nach dem Inkrafttreten der Lockerungen laut Stadt auch die Vereine. Bisher habe sich noch kein Dortmunder Klub gemeldet und einen Antrag für das Durchführen eines Wettkampfes gestellt (Stand 15. Juni).

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