Westfalia Wickede im Duell mit schweigenden Lünern

Fußball-Westfalenliga 2

Reden ist Wickede, Schweigen ist Lünen! Vor dem Nachbarschaftsduell dürfen die Lüner Spieler nicht mit der Presse reden. Wickede dagegen gibt einen Einblick, wie es nach der Spielpause aussieht.

Dortmund

, 14.09.2019, 12:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Westfalia Wickede im Duell mit schweigenden Lünern

In Wicke wird noch mit der Presse geredet, in Lünen dürfen das die Spieler nicht. © Foltynowicz

Anil Konya denkt vor der Partie am Sonntag (15.15 Uhr, Fränkischer Friedhof 75), zunächst an seinen Gesundheitszustand. Der Kapitän von Westfalia Wickede hofft wie der angeschlagene Finn Krahn, dass er trotz einer Wunde am Rücken spielen kann. „Das entscheidet sich erst am Sonntag. Jeder weiß, dass ich will. Normalerweise musst du mir beide Beine abhacken, damit ich nicht spiele“, sagt Konya.

Eine Frage des Rhythmus´

Der Kapitän brennt auf das Spiel gegen Lünen: „Wir hatten drei Freundschaftsspiele, die sind mit einem Meisterschaftsspiel nicht zu vergleichen. Ich hoffe nicht, dass wir nicht aus dem Rhythmus gekommen sind.“ Sollte er auflaufen können, steht auch Konya vor der Frage, wie er mit seinen Jungs den Heimkomplex bewältigt. Seit Anfang März gewann Wickede nicht mehr im Pappelstadion. „Das müssen wir ausblenden und dann doch eher die Stimmung aus drei gewonnenen Testspielen und den Einheiten mitnehmen.“ 2:0 schlug die Westfalia den Bezirksligisten TuS Eichlinghofen, 3:0 den Oberligisten SpVg. Hamm und 4:3 den Landesliga-Tabellenführer Kirchhörder SC.

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Diese Tests unter der Woche sind Trainer Alexander Gocke wichtig: „Jedes Spiel hatte eine andere Funktion. So haben wir gegen Hamm den Fokus auf die Raumaufteilung gelegt, gegen Kirchhörde auf das Passspiel.“ Und die Mischung aus beiden – kommt Gocke nun auf das Lünen-Spiel zu sprechen – soll den lang ersehnten Heimsieg bringen. Denn der Status quo ist für den Coach nicht richtig greifbar: „Wir haben drei Spiele hintereinander nicht verloren, aber nur fünf Punkte auf dem Konto. Da weiß ich nicht, wo wir wirklich stehen. Gewinnen wir gegen Lünen ,sieht das alles schon freundlicher aus.“

Heimbilanz muss aus den Köpfen

Um das zu erreichen, muss die Heimbilanz aus den Köpfen – oder als Trotzmotivation dienen. Dazu passt dann, dass Wickede auch das Heimspiel gegen den LSV vor einem Jahr nicht gewann. Der bislang letzte Sieg gegen Lünen gelang am 5. November 2017.

Gocke kennt die Lüner ziemlich gut, warnt vor der Offensive mit Daniel Mikuljanac, Milan Sekulic und Marcel Ramsey, weist aber auch darauf hin: „Lünen hat die Balance noch nicht richtig gefunden. Das wollen wir ausnutzen.“

Lüner Spieler dürfen nicht mit der Presse reden

Der Tabellensiebte gewann seine vorigen beiden Spiele auch nicht. Die Spieler dürfen nicht mit der Presse reden. Immerhin der Trainer des Lüner SV darf. Ob Marc Woller aber nach dem 0:0 gegen den TuS Hordel umstellen wird, wusste er noch nicht. „Im Vergleich dazu wird Noel Lahr ausfallen. Er hat sich eine Gehirnerschütterung zugezogen. Marcel Ramsey ist vom Training angeschlagen. Da wird es sich Sonntag entscheiden, ob er auflaufen kann.“

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Woller kann den Gegner schwer einschätzen: „Wickede hat einen Umbruch gehabt. Sie haben viele junge Leute und eine junge und dynamische Mannschaft, die uns vor einigen Schwierigkeiten stellen wird.“

Der Coach kennt das Erfolgsrezept

Der Coach weiß auch schon, was ein Erfolgsrezept für die Partie gegen Wickede sein kann: „Wir müssen mutiger spielen. Beim 2:2 in Iserlohn haben wir das nur in der ersten Halbzeit gemacht. Wir müssen beide Hälften mutig spielen, dann kann das was werden.“

Über das Presseverbot seiner Spieler konnte der Trainer nichts sagen: „Ich bin da nicht so involviert , deswegen weiß ich nicht, ob es noch gilt.“ Westfalia Wickede dürfte es – selbstredend – egal sein.

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