Warum sie beim Hörder SC trotz der sportlich desaströsen Bilanz weiter an sich glauben

Amateurfußball

Sportlich sieht es bei Kreisligist Hörder SC im Augenblick ziemlich düster aus. Die Verantwortlichen um Trainer Robert Podeschwa haben den Glauben an eine Wende aber noch lange nicht aufgegeben.

Dortmund

, 17.09.2019, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Warum sie beim Hörder SC trotz der sportlich desaströsen Bilanz weiter an sich glauben

Trainer Robert Podeschwa musste in jüngster Zeit einige sportliche Nackenschläge hinnehmen. © Nähle

Der Hörder SC galt in vielerlei Hinsicht als sympathischer, bescheidener Verein, der aus seinen Mitteln das Bestmögliche machte. Die 1. Mannschaft gibt aber in der Kreisliga A2 mittlerweile ein Bild ab, das der Sportliche Leiter Oliver Blinne und Trainer Robert Podeschwa zu Recht als „erschreckend“ bezeichnen.

HSC steht miserabel da

Der früher so stolze HSC erlebt ein Debakel nach dem anderen. Jüngste Pleite: ein 1:5 zu Hause gegen den TuS Neuasseln. Nach sechs Spieltagen haben die Hörder nicht einen Punkt, aber ein desaströses Torverhältnis von 11:28. Das bedeutet, gäbe es die als Absteiger feststehende ÖSG Viktoria nicht, wären die Schwarz-Weißen trostloser Letzter.

Dabei sind viele Fragen offen, zum Beispiel die, warum der HSC während der Woche in einem Test gegen den Bezirksligisten VfL Kemminghausen überzeugte, nur 2:3 verlor und jetzt gegen ein Team aus dem unteren Kreisliga-Bereich sang- und klanglos unterging.

Auch darin sind sich Blinne und Podeschwa einig: „Das wollen wir in einem Gespräch mit der Mannschaft am Donnerstag ergründen.“ Denn so kann es nicht weitergehen. Das sind nicht die Ansprüche des Trainers und können auch nicht die des Vereins sein. Das bestätigt Blinne: „Robert ist der beste Trainer, den wir während der vergangenen Jahre hatten. Er kümmert sich, er arbeitet sehr gut und intensiv. Ich habe überhaupt keine Zweifel an ihm. Und wir wollen da unten raus.“

Podeschwa hinterfragt sich

Podeschwa ist aber jemand, der sich hinterfragt: „Ich habe zwar meine Linie, bin aber offen für Vorschläge, was wir ändern können. Fußball ist eben ein Ergebnissport. Und die Resultate sind traurig.“

Will der erfahrene Coach vielleicht zu viel von der Mannschaft? „Ich glaube nicht. Und selbst wenn: So dürfen wir uns nicht präsentieren“, sagt Blinne.

Jetzt lesen

Es ehrt beide Protagonisten, dass sie die erfolglose Mannschaft nicht anzählen. Podeschwa stellt sogar klar: „Wir suchen eine gemeinsame Lösung. Ich glaube weiterhin, dass wir mit dieser Mannschaft einiges erreichen können. Und ich bin auch keiner, der aufgibt.“

Blinne steht zum Trainer

Blinne hält uneingeschränkt am Trainer fest: „Ich lasse nicht zu, dass er jetzt für diesen Start verantwortlich gemacht wird. Wir haben in den vergangenen Jahren zu oft mit Trainerwechseln reagiert. Ich bin für Kontinuität. Und dass wir es können, haben wir auch gegen Kemminghausen bewiesen.“

Am Sonntag, wenn die Hörder auf Alemannia Scharnhorst treffen, die gerade ihren ersten Sieg bei SF Brackel feierte, steht der HSC in der Pflicht. Und wie Blinne und Podeschwa versichern: „Alle gemeinsam!“

Lesen Sie jetzt