Warum der Transfer von Mory Konate zum belgischen Erstligisten VV St. Truiden gescheitert ist

Fußball-Regionalliga

Eigentlich war schon alles klar. Der BVB hatte alles unterschrieben, der Spieler war sich mit dem neuen Klub einig - doch dann kam plötzlich die Wende. Warum Mory Konate jetzt doch beim BVB bleibt.

Dortmund

, 22.08.2019, 18:33 Uhr / Lesedauer: 2 min
Warum der Transfer von Mory Konate zum belgischen Erstligisten VV St. Truiden gescheitert ist

Bleibt noch ein bisschen beim BVB: Mory Konate. © Thomas Bielefeld

Es wäre ein Riesenschritt für Mory Konate gewesen. Der 25-Jährige Defensivspieler, der vor ein paar Jahren noch in Bonn in der Landesliga gespielt hatte und über den Oberligisten TuS Erndtebrück zur U23 vom BVB gekommen war, hatte sich bereits mit dem belgischen Erstligisten VV St. Truiden geeinigt.

Keine schriftliche Einigung

Eigentlich fehlte nur noch die Zustimmung des BVB. Die kam dann auch: „Die Dortmunder waren sehr cool“, sagte Konate-Berater Cem Ergün dieser Redaktion, „sie haben der Ablöse zugestimmt.“ Demnach war eigentlich schon fast alles unterschrieben. Doch dann kam die Wende.

Denn die Einigung mit den Belgiern ist offensichtlich nur mündlich erfolgt. Als Konate dann am Mittwoch in St. Truiden den Vertrag unterschreiben sollte, da standen nach Angaben von Ergün andere Zahlen auf dem Schriftwerk, als ursprünglich besprochen. „Wir waren überrascht“, sagte Ergün, „wir dachten, dass wir uns einig sind“, sagte Ergün am Donnerstag.

Also Rolle rückwärts. Konate, der in der vergangenen Saison Stammspieler in der Regionalliga-Mannschaft war (20 Spiele, 2 Tore) und auch in dieser Saison alle drei Saisonspiele durchgespielt hatte, meldete sich in Dortmund zurück, versprach BVB-II-Coach Mike Tullberg, dass er sich für die Schwarzgelben in den kommenden Wochen voll reinhängen werde und blieb nach Ergün-Angaben auch am Donnerstag standhaft, als die Belgier noch einmal nachhakten, ob man sich nicht doch einig werden könne.

Ob die geringeren Bezüge etwas mit dem zugleich verpflichteten Tatsuya Ito vom Hamburger SV zu tun haben, ist nicht bekannt. Der Japaner wechselte vom Zweitligisten für einen niedrigen einstelligen Millionenbetrag zu den Belgiern gewechselt sein - die Bestätigung gab es am Donnerstagabend.

Konate kann dem Team nicht helfen

Beim BVB könnte sich die Freude über Konates Rückkehr allerdings in gewissen Grenzen halten. Denn so beliebt der 1,95-Mann im Team ist, die kolportierten 100.000 Euro Ablöse fließen nun natürlich nicht und werden auch nicht mehr fließen, weil Konates Vertrag am Ende der Saison ausläuft. Und seinem Team helfen kann Konate momentan auch noch nicht. Der 25-Jährige fällt mit einer Schulter-Verletzung aus.

Gegen den TuS Haltern am Freitagabend muss Trainer Mike Tullberg also in der Defensive improvisieren. Denn auch Konates Partner in der Innenverteidigung, Julian Schwermann, fällt mit einem Bänderriss mehrere Monate aus.

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