Vor dem Spiel in Wuppertal herrscht beim BVB II großer Frohsinn - Tullberg ist nun Fußballlehrer

Fußball-Regionalliga

Bei der U23 von Borussia Dortmund könnte die Laune aktuell kaum besser sein. Der 2:1-Sieg gegen Lotte hat Auftrieb gegeben. Jetzt will der BVB in Wuppertal nachlegen. Wohl ohne Shinji Kagawa.

von Leon Elspaß

Dortmund

, 08.08.2019, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Vor dem Spiel in Wuppertal herrscht beim BVB II großer Frohsinn - Tullberg ist nun Fußballlehrer

BVB-II-Trainer Mike Tullberg hat die Ausbildung zum Fußballlehrer erfolgreich abgeschlossen. © Thomas Bielefeld

Als sich BVB-II-Manager Ingo Preuß am vergangenen Sonntag nach dem ersten Saisonsieg, einem 2:1 gegen die Sportfreunde Lotte, von Trainer Mike Tullberg verabschiedete, rief er dem Dänen nur zu: „Die Hauptsache ist doch, dass wir vor Schalke liegen.“

Ein kleiner Flachs des gut aufgelegten Preuß war dieser lachend formulierte Satz, zumal die U23 des Reviernachbarn erst am Samstag in die Regionalliga startet. Gleichfalls illustrierte die Preuß-Episode allerdings, dass im schwarzgelben Lager Erleichterung vorherrschte, nachdem der Auftakt unglücklich mit 1:2 bei Rot-Weiss Essen verloren gegangen war. Und dass diese Erleichterung reichlich Frohsinn ermöglicht vor dem Auswärtsauftritt beim Wuppertaler SV (Freitag, 19.30 Uhr).

Im Gespräch mit dieser Redaktion sagt Preuß: „Wenn wir gegen Lotte nicht gewonnen hätten, wäre die Stimmung vielleicht schon wieder unten gewesen.“ Dank des Erfolges, der durchaus höher hätte ausfallen können aufgrund „einer tollen zweiten Halbzeit“ (Preuß), ist das Binnenklima allerdings bestens.

Tullberg ist jetzt Fußballlehrer

„Wir waren froh, dass es gegen Lotte zum verdienten Sieg gereicht hat“, bekennt auch Tullberg, der sich in dieser Woche zudem darüber freuen durfte, die Ausbildung zum Fußballlehrer erfolgreich abgeschlossen zu haben. Am Mittwoch flog er in sein Heimatland Dänemark, um 24 Stunden später wieder zurückzukehren. Mit bestandener Prüfung im Gepäck – und darum blendend gelaunt.

Gegen Wuppertal kann Tullberg über dasselbe Personal verfügen, das schon für den „sehr ordentlichen“ Start gesorgt hat, wie Kaderplaner Preuß sagt. „Dass wir in den ersten Spielen so viele große Tormöglichkeiten hatten, ist auf jeden Fall Mut machend“, betont er.

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Wuppertal, zuletzt mit zwei Pflichtspielsiegen – erst gegen Alemannia Aachen in der Liga (2:1, Preuß: „Das kam etwas überraschend), dann gegen Krefeld-Fischeln im Niederrheinpokal (3:1) –, dürfe aber freilich „niemand unterschätzen“, sagt Preuß, um dann Konkreteres folgen zu lassen. „Den Trainer Andreas Zimmermann kenne ich, weiß deshalb, wie stark er darin ist, seine Teams zu motivieren.“

Tullberg warnt vor Wuppertal

Von 2014 bis 2016 bei Rot-Weiß Oberhausen als Frontmann angestellt, übernahm dieser Fußballlehrer im Sommer beim Wuppertaler SV. Tullberg, in Zimmermanns RWO-Amtszeit als Juniorentrainer in Oberhausen tätig, schätzt ihn „sehr als Kollegen“ und attestiert ihm, „den großen Kaderumbruch“ gut moderiert zu haben. „Gegen Wuppertal wird es für uns genauso schwer wie gegen Essen oder Lotte.“

Besonders diesmal: das Wiedersehen mit Beyhan Ametov, der wiederum zwei Jahre – von 2017 bis 2019 – in Dortmunds U23 angestellt war, zuletzt jedoch nur zu neun Einsätzen kam.

Deutlich mehr, das gilt als sicher, wird Dortmunds neuer Angreifer Steffen Tigges von Tullberg erhalten. Schon gegen Essen per Assist auffällig und beim Sieg gegen Lotte das erste Mal selbst erfolgreich, lobt ihn Preuß als „genau den Typen, den wir gebraucht haben“. Nicht nur wegen seiner Toraktionen kommt der Manager zu diesem Urteil, auch wegen „der vielen intensiven Läufe, die er nach hinten macht.“

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Tigges, von Zweiliga-Aufsteiger VfL Osnabrück gekommen, präsentiere sich aktuell „großartig“ – und ist deshalb fürs Startaufgebot in Wuppertal eingeplant. Im Gegensatz zu Shinji Kagawa. Der Japaner, bei den Profis nicht gebraucht und deshalb vereinssuchend, trainiert seit vergangener Woche mit Dortmunds U23, ist für den Arbeitseinsatz allerdings nicht vorgesehen.

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