„Völlig unerklärlich“ - Hombrucher SV sucht nach Pleite gegen den Letzten nach Antworten

Fußball-Landesliga

Ohne Gegenwehr nimmt der Hombrucher SV die Niederlage gegen den Tabellenletzten aus Langenbochum hin. Nach dem 3:0-Erfolg im Derby gegen Brackel nicht nur fürs Trainerteam unerklärlich.

Dortmund

, 02.12.2019, 11:36 Uhr / Lesedauer: 2 min
„Völlig unerklärlich“ - Hombrucher SV sucht nach Pleite gegen den Letzten nach Antworten

Brutal enttäuscht: Alexander Enke, Trainer des Hombrucher SV. © Stephan Schuetze

Es war ein bitterkalter Adventssonntag an der Deutsch-Luxemburger Straße. Leider tat der Gastgeber Hombrucher SV erschreckend wenig, um seine Fans zu erwärmen. „Das war eine Nichtleistung. Wir haben uns überhaupt nicht gewehrt“ sagte der erboste Hombrucher Trainer Alexander Enke direkt nach Spielschluss.

Langenbochum entführt verdient drei Punkte

Mit unbändigem Siegeswillen, viel Laufbereitschaft und hart geführten Zweikämpfen entführte das Tabellenschlusslicht BW Westfalia Langenbochum völlig verdient die drei Punkte aus Hombruch.

Einzig Torhüter Jan Hennig wehrte sich gegen die drohende Niederlage und verhinderte mit einigen Glanzparaden einen höheren Sieg der engagiert auftretenden Gäste.

Fehlpässe und weite Bälle ins Nichts

Der HSV suchte bereits in der Anfangsphase vergeblich seinen Rhythmus. Etliche Fehlpässe im Spielaufbau, sowie weite Bälle, die ihren Adressaten verfehlten, prägten das Offensivspiel des HSV.

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In einer an Höhepunkten armen ersten Halbzeit dauerte es bis zur 20. Minute, ehe es die erste Torchance zu verzeichnen gab: Nach einem Zuspiel von Stefan Bienewald schoss Tim Schrade auf das Gästetor, der Abpraller von Keeper Dennis Grüger landete bei Dominic Haake, der den Ball aber überhastet über das Tor jagte.

HSV-Abwehr im Tiefschlaf

Kurz vor dem Seitenwechsel gab es noch einen Aufreger. Nach einem Zweikampf im Strafraum zwischen Tim Schrade und Langenbochums Kapitän Dennis Bachmann wollten die Hombrucher ein Handspiel des Gästespielers gesehen haben und forderten vehement einen Strafstoß. Den verweigerte der unmittelbar in der Nähe des Tatorts stehende Schiedsrichter Roland Kreuz dem HSV aber.

In der Pause nahmen das Hombrucher Trainerduo Alexander Enke und Sebastian Didion einen Doppelwechsel vor. Alexander Voss und Kevin Mattes kamen für Dominic Haake und Mirco Burkamp. Am fahrigen Auftreten des HSV änderte sich dadurch allerdings nur wenig.

Riesenchance für die Gäste

Die Gäste hatten eine Riesenchance in Führung zu gehen. Mit einer Glanztat verhinderte HSV-Torhüter Jan Hennig gegen Pascal Kötzsch das 0:1 (52.).

Bei der anschließenden Ecke war die Abwehr der Gastgeber im Tiefschlaf und Langenbochums Yannik Außem konnte völlig unbedrängt zum 0:1-Siegtreffer einköpfen (53.).

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Wer danach einen stürmischen Hombrucher SV erwartet hatte, wurde bitter enttäuscht. In der gesamten zweiten Hälfte gab es keine einzige Tormöglichkeit des HSV zu bestaunen.

Keine Schlussoffensive

Es fehlte jegliche Kreativität bei den Offensivbemühungen. Die spielerische Leistung war schon fast ein Offenbarungseid. Torhüter Jan Hennig verhinderte mit einer spektakulären Parade gegen Michael Barygas Schuss ein weiteres Tor der Gäste (65.).

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„Wir sind im absoluten Mittelmaß angekommen. Der Leistungsabfall nach dem 3:0-Erfolg im Derby gegen Brackel ist mir unerklärlich. Die Niederlage ist völlig verdient“ so ein konsternierter Trainer Alexander Enke.

Hombruch: Hennig - Bielmeier, Geist (79. Peterhülseweh), Aquinas Nesaraj - Büth, Orlowski, Haake (46. Mattes), Bienewald, Najdi (78. Vargues Martins), Burkamp (46. Voss) - Schrade

Tor: 0:1 Außem (53.)

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