Video-Analyse zeigt irreguläre Gegentore - BVB U23 in Lotte mit nur einer Bitte: Endlich treffen!

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Mit Glück überhäuft wurde die U23 von Borussia Dortmund in diesem Spieljahr nicht. Beim Spiel gegen Essen unterlag sie durch zwei irreguläre Tore. Gegen Lotte muss das Team umgebaut werden.

Dortmund

, 13.12.2019, 10:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sie haben sich ihren Chancenwucher am Wochenanfang noch einmal ganz genau angeschaut. „Wie wir gegen Essen ohne eigenes Tor rausgehen konnten, ist Wahnsinn“, sagt Trainer Mike Tullberg. Drei Hundertprozentige hatten sie ausgemacht, zudem drei weitere Großchancen, die ein Tor verdient gehabt hätten: „Wenn du die nicht machst, wirst du halt am Ende bestraft“, sagt Tullberg.

Zwei irreguläre Tore

Dass das in dieser bisherigen Spielzeit ein bisschen oft passiert ist, nervt Mannschaft, Trainerteam und Manager Ingo Preuß gewaltig. Und dann entdeckten sie bei der Analyse auch noch, dass beide Gegentore gegen Essen irregulär waren. Beim ersten lag ein Handspiel vor, „das zweite war Abseits“, sagt Tullberg, „das kommt dann noch dazu.“

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Nein, mit Glück wurden sie in diesem Halbjahr nicht überschüttet beim BVB II - und trotzdem sind sich Tullberg und Co. darüber im Klaren, dass sie natürlich auch ihren eigenen Anteil an der punktemäßig so schwachen Hinrunde haben: „Wir haben darüber gesprochen, dass wir unter den Top 4 in diesem Jahr nichts zu suchen haben“, sagt Tullberg. Aber die Top 5 oder 6, die haben sie schon noch im Auge, auch wenn klar ist, dass sie dafür mal wieder ins Tor treffen dürfen.

Tigges seit drei Monaten torlos

Die seit drei Monaten torlose Sturmspitze Steffen Tigges dürfte sich angesprochen fühlen, wobei der Angreifer nicht gerade der ist, der vor dem Tor reihenweise versagt. Vielmehr legt der Linksfuß häufig nochmal quer - um dann seine Teamkollegen versagen zu sehen: „Eigentlich hat Steffen ein richtig gutes halbes Jahr gespielt. Auch gegen Essen legt er zwei Hunderprozentige auf. Für ihn wäre es schön, wenn er in Lotte mal wieder treffen würde“, sagt Tullberg.

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Lotte, das ist am Samstag (14 Uhr, Stadion am Lotter Kreuz, Jahnstr. 8, 49504 Lotte) der letzte Gegner in diesem Jahr, der letzte Gegner vor der Weihnachtsfeier und dem Jahreswechsel, den sich der eine oder andere vielleicht ein bisschen ersehnt, weil 2019 nun wirklich kein glückliches Jahr für die schwarzgelbe Regionalliga-Vertretung war.

Pech vor dem Tor

„Wenn du keinen Massel hast, hast du keinen Massel“, drückt es Ingo Preuß aus. Das Pech, das seinem Team vor dem Tor an den Füßen klebt, veranlasst den Manager aber nicht, im Winter panisch nach neuen Spielern zu sichten: „Das wäre völliger Unfug“, sagt Preuß. Der Kader, den er als besten der vergangenen Jahre bezeichnet, müsse einfach langsam liefern.

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In Lotte könnte das noch einmal schwer werden, denn erneut muss Tullberg seine Defensive umbauen. Lars Bünning fällt mit 5. Gelber Karte aus, Leonardo Balerdi hat sich zuletzt eher bei den Profis empfohlen und dürfte deshalb dort gebraucht werden. Und dann ist da noch der Abräumer vor der Abwehr, Steve Tunga, so etwas wie der Gewinner der Hinrunde.

Tunga fällt aus

„Steve fällt mindestens ein paar Wochen aus“, sagt Preuß. Der defensive Mittelfeldspieler zog sich gegen Essen einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu. „Das trifft uns hart“, sagt Tullberg, „aber es ist jetzt nur noch das eine Spiel.“

Dabei hatte sich sein Team zumindest leistungstechnisch in den letzten fünf Wochen aus dem Tief herausgearbeitet: „Wir hatten zwei wirklich schlechte Wochen“, sagt Tullberg, „aber danach war die Leistung als Mannschaft wirklich gut, wir haben gefightet und geackert. Wir müssen vorne einfach viel effektiver werden.“

Wenig Urlaub

Viel Urlaub haben seine Jungs nach dem Duell mit Lotte nachvollziehbarerweise nicht. Am 3. Januar bittet Tullberg sein Team wieder auf den Trainingsplatz, am 7. kommt der KFC Uerdingen zum ersten Test, ehe die U23 am 25. Januar zu Hause gegen Wuppertal ins neue Pflichtspieljahr startet. Die Hoffnung, dass es ein besseres wird als 2019, ist groß.

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