VfL Kemminghausen holt den Hallengott und verhandelt mit zwei Ex-Profis

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Der VfL Kemminghausen steht vor dem Neustart - fast alle Spieler haben den Verein verlassen. Der neue Sportliche Leiter hat aber bereits elf Neuzugänge geholt, zwei Ex-Profis sollen folgen.

Dortmund

, 14.06.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kompletter Neuaufbau beim Fußball-Bezirksligisten VfL Kemminghausen. Nach dem Abstieg aus der Landesliga 2019, dem Abgang von Reza Hassani und Kevin Großkreutz und dem Verlust vieler Spieler steht der VfL vor dem Neuanfang.

Lediglich vier Spieler aus dem aktuellen Kader bleiben dem neuen Trainer Mirsad Gutic erhalten: Raphael Filz, Kassim Hammoud, Yves Winter und Musta Can Degerli werden auch in der kommenden Saison für den VfL auflaufen. Der neue Sportliche Leiter Tuna Kayabasi investiert augenblicklich viel Zeit, um eine schlagkräftige und konkurrenzfähige Mannschaft auf die Beine zu stellen.

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Lohn seiner intensiven Arbeit ist die Verpflichtung von bereits elf Neuzugängen. „Wir benötigen ungefähr zwanzig Feldspieler und drei Torhüter“, äußert sich Kayabasi zur gewünschten Kaderstärke. Seine ersten Verpflichtungen lassen die Kenner des Amateurfußballs durchaus mit der Zunge schnalzen. Der Königstransfer Savas Turhal kommt zwar aus der A-Liga von Sharri, hat da aber nur seit dem Winter gespielt und davor in der Westfalenliga bei YEG Hassel.

Mo Lmcademali kehrt zurück zum VfL Kemminghausen

Der spielstarke und ballsichere 38-jährige Mittelfeldspieler soll einer der Führungsspieler im neu aufgestellten Team werden. Auch die drei gewünschten Torhüter konnten die grün-schwarzen schon verpflichten: Mike Piepenburg (früher unter anderem beim Lüner SV, bei Union Lüdinghausen und B.W. Alstedde aktiv), Leon Janke (zuletzt SG Castrop) und Janis Braml (früher VfL Kamen, Holzwickeder SC, FC Overberge) werden sich einen heißen Dreikampf um die Position der Nummer eins im Gehäuse liefern.

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Zusätzlich kehrt der Dortmunder „Hallengott“ nach Kemminghausen zurück. Mohamed Lmcademali, der 34-jährige Torjäger, der bei der Hallenstadtmeisterschaft 2018/19 Geschichte schrieb und sage und schreibe 28 Treffer erzielte, wird nach einem kurzen Gastspiel beim B-Ligisten Phönix Eving wieder am Gretelweg auflaufen.

"Hallengott" Mo Lmcademali (M.) kehrt zum VfL Kemminghausen zurück.

"Hallengott" Mo Lmcademali (M.) kehrt zum VfL Kemminghausen zurück. © Schulze

In Sebastian Schwibbe, Kevin Graumann und Yasar Corak wechseln drei weitere Spieler von Phönix Eving zum Ortsnachbarn. Über reichlich Bezirksliga-Erfahrung verfügt Younes Dahbi, der jahrelang erfolgreich für den TuS Hannibal kickte. Letzte Saison spielte er für den kriselnden KF Sharri in der Kreisliga A. Auch der neue Innenverteidiger Sefa Secgel (29), der als Abwehrchef fungieren soll, verfügt über eine enorme Erfahrung und Spielpraxis in höheren Ligen. Secgel, der zuletzt für Türkspor Dortmund aktiv war, spielte unter anderem für den Hombrucher SV und Arminia Marten in der Landesliga, sowie für den Dorstfelder SC in der Bezirksliga.

Tuna Kayabasi: „Wir suchen noch fünf bis sechs neue Spieler“

„Wir wollen einen einstelligen Tabellenplatz belegen. Damit sich die Mannschaft besser kennen lernt, ist in der kommenden Woche ein gemeinsames Abendessen geplant“, ergänzt Tuna Kaybasi. Auch beim A-Ligisten TuS Rahm wurde der Sportliche Leiter hinsichtlich geeigneter Akteure für die Bezirksliga fündig. Die bosnischen Zwillingsbrüder Sadin und Sabin Basic wechseln ebenfalls nach Kemminghausen. Während Sabin die Abwehr zusammenhalten soll, gilt sein Zwilling Sadin als gefürchteter Torjäger. Bis zum Abbruch der Saison netzte der Stürmer 19 Mal für den TuS Rahm ein. Beide spielten auch schon in der Saison 2017/2018 für den VfL.

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Doch Kemminghausens Sportlicher Leiter Tuna Kayabasi ist noch lange nicht am Ende seiner Arbeit: „Wir suchen noch fünf bis sechs neue Spieler. Unter anderem stehen wir in Kontakt mit zwei Ex-Profis. Ich hoffe wir können in den kommenden zwei Wochen hinsichtlich der Verpflichtung der beiden Ex-Profis Vollzug melden.“

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