Verletzung über Nacht: Warum dem FC Brünninghausen momentan sein wichtigster Stürmer fehlt

Fußball in Dortmund

Eigentlich wollte Florian Gondrum mit seinem FC Brünninghausen daran arbeiten, nach dem Abstieg aus der Oberliga in der Westfalenliga wieder anzugreifen. Doch nun fehlt er dem Team erstmal.

Dortmund

, 29.07.2019, 18:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Verletzung über Nacht: Warum dem FC Brünninghausen momentan sein wichtigster Stürmer fehlt

Florian Gondrum (2. v. r.) in kurzer Jeans und FCB-Polohemd auf der Brünninghauser Ersatzbank beim Hecker-Cup. © Folty

Kein Spieler hat den FC Brünninghausen in den vergangenen Jahren mehr geprägt als Florian Gondrum. Der Stürmer hatte mit seinen Toren einen großen Anteil am Oberliga-Aufstieg 2017. Wie abhängig die Mannschaft von ihm ist, hat vor allem die vergangenen Spielzeit deutlich gemacht, die mit dem Abstieg endete.

In der Crunchtime leer

In der entscheidenden Phase der Saison war sein Körper auf Grund gelaufen. Er gehörte zu den wenigen Spielern im Kader, die immer ranmussten. In der Liga, im Pokal, in den Freundschaftsspielen. Das ging nicht spurlos an ihm und seinem Körper vorbei. Gondrum konnte zur Crunchtime nicht mehr zulegen. Er versuchte zwar alles, seine Tore blieben aber aus.

Trotz des Abstiegs und einiger Anfragen blieb er dem Klub treu. „Ich hatte im April zugesagt, für beide Ligen. Auch nach dem Abstieg war mir deshalb klar, dass ich bleibe. Ich bin hier schon seit sieben Jahren“, sagt Gondrum. Er musste aber mit ansehen, wie wichtige Stützen wie Arif Et (BVB II), Adil Elmoueden (RSV Meinerzhagen) und Robin Gallus (TuS Ennepetal) gingen.

Weiterhin Kapitän

Gondrum will in Brünninghausen wieder anpacken, dafür sorgen, dass der Klub erfolgreich ist. Er trägt auch weiter die Kapitänsbinde. Seine Vertreter Hendrik Brauer, Sahin Kösecik und er selbst sind momentan dabei, den Teamgedanken wieder in den Vordergrund zu rücken. „Der war im vergangenen Jahr ganz schlimm“, sagt er rückblickend. In der neuen Spielzeit war die Mannschaft bereits beim Schützenfest in Iserlohn, hat auf der eigenen Anlage Beachvolleyball gespielt und sich auch mal abends getroffen.

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Was die Mannschaft aber sportlich vor allem benötigt, ist einen fitten Florian Gondrum in der Sturmspitze. Beim Hecker-Cup war er zum Zuschauen verdammt. „Ich bin in der vergangenen Woche morgens aufgewacht und das Sprunggelenk an meinem rechten Fuß war angeschwollen. Es ging nichts mehr“, erinnert er sich. Gehen ist wieder okay, an Laufen ist aber noch nicht zu denken. Ein MRT soll für vollständige Aufklärung sorgen.

Diagnose schon am Montagabend

Spätestens am Mittwoch sollte er die Diagnose bekommen. „Ich hoffe mal, dass das nichts Schlimmes ist“, sagte er. Doch schon am Montagabend gab es Klarheit: „Es ist ein Knochenmarksödem“, sagt Gondrum, „das heißt laut Arzt drei bis vier Wochen mit Fußball pausieren und mit anderen Sportarten, bei denen das Sprunggelenk nicht belastet wird, fit halten.“

Sein Trainer Maximilian Borchmann hatte vor der Diagnose gesagt: „Flo ist so wichtig für unser Spiel. Da hoffen wir alle, dass er keine schwerwiegende Verletzung hat.“ Immerhin verliert Gondrum keine Kondition, muss sich im Anschluss an die vier Wochen nur wieder an den Ball gewöhnen.

Beide Stoßstürmer verletzt

Bitter ist der Monat ohne Fußball trotzdem. Vor allem, weil Gondrums Ersatz, Luke Newman, ebenfalls ausfällt. Er hat sich die Nase gebrochen, die operiert werden musste. Und viele Ausfälle kann sich das Team mit dem kleinen Kader eh nicht erlauben.

„Das stimmt, wir haben jede Position nicht doppelt besetzt und einige Spieler, für die es das erste Seniorenjahr ist“, sagt Borchmann. „Wenn sich wieder drei, vier wichtige Spieler wie in der Vorsaison verletzen, könnten wir ein Problem bekommen“, ergänzt Gondrum.

Überzeugt von den Neuzugängen

Trotz des kleinen Kaders sieht er die Mannschaft aber gut zusammengestellt für die Westfalenliga. Er ist überzeugt von den Neuzugängen wie Leon Enzmann, Patrick Trawinski, Nils da Costa Pereira, Amadeus Piontek oder Yüksel Terzicik.

Und im allerbesten aller Fälle ist Gondrum beim Derby gegen den BSV Schüren am 25. August schon wieder mit dabei.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel wurde nach Bekanntwerden der Diagnose am Montagabend (20.25 Uhr) noch einmal mit den entsprechenden Infos aktualisiert.

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