Underdog gegen Titel-Favoriten: Wickede sieht sich keinesfalls chancenlos

dzFußball-Westfalenliga

Nach der Niederlage zum Auftakt trifft Westfalia Wickede nun auf einen der Titel-Favoriten. Dabei kann der Trainer möglicherweise früher auf einen Leistungsträger zurückgreifen als gedacht.

Dortmund

, 13.09.2020, 12:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Spielplan der Westfalenliga hätte für Westfalia Wickede zum Saisonstart durchaus einfacher ausfallen können. Nachdem man zum Auftakt beim SC Neheim mit 0:2 unterlag, begrüßt man schon am zweiten Spieltag einen der vermeintlichen Top-Anwärter auf den Titel zum ersten Heimspiel der Saison. Helfen könnte dabei ein Leistungsträger, der eventuell früher zurückkehrt als gedacht.

Der Sieg beim Kronen-Hellweg-Cup in Brackel zum Ende der Vorbereitung sorgte bei Westfalia Wickede für eine ordentliche Portion Optimismus. Nach der Auftaktpleite beim SC Neheim wurde dieser Optimismus allerdings jäh gedämpft. Ausgerechnet gegen den großen Favoriten DSC Wanne-Eickel, in der vergangenen Saison immerhin Zweiter, sollen am Sonntag nun aber die ersten Punkte auf das Konto der Mannschaft von Trainer Marko Schott wandern.

Detaillierte Vorbereitung

Allerdings ist sich auch Schott der Herausforderung bewusst: „Wir wollen natürlich etwas da behalten und haben uns deshalb unter der Woche genau mit dem Gegner befasst.“ Wie genau die Vorbereitung ausgesehen hat und welche Spielidee man verfolgen werde, verrät der Wickede-Trainer im Vorfeld der Partie jedoch nicht und sagt stattdessen nur so viel: „Wir wissen natürlich, dass Wanne einige gute Spieler in den eigenen Reihen hat. Da müssen wir hellwach sein“, so Schott.

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Wenige Einzelheiten lässt er sich allerdings doch entlocken. So müsse man insbesondere die beiden Stürmer Dawid Ginczek und Nick Malvin Ruppert in den Griff bekommen.

Gefährliches Sturm-Duo bei Wanne-Eickel

Während Ginczek beim starken 5:1-Auftakterfolg gegen Concordia Wiemelhausen einen Treffer selbst erzielte und zwei weitere vorbereitete, war sein Sturmkollege Ruppert gleich dreimal erfolgreich. „Aber die Mannschaft ist zudem in der Innenverteidigung und vor allem auch im Mittelfeld herausragend besetzt. Wir brauchen also sicherlich einen guten Tag, aber ich sehe uns keinesfalls chancenlos“, betont Schott.

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Trotz des ambitionierten Gegners wolle sich Wickede nicht nur auf das Verteidigen konzentrieren. Im Gegenteil: „Wir werden natürlich mutig spielen“, so der Wickede-Coach, „und dabei nicht nur 90 Minuten in der Defensive agieren. Das ist auch überhaupt nicht unser Anspruch.“

Möglicherweise kann Schott dabei überraschend auch schon wieder auf seinen wichtigen Mittelfeldstabilisator Nils Dietz zurückgreifen, der in der Partie gegen Neheim noch verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Laut Schott werde man das Abschlusstraining abwarten und dann am Sonntag entscheiden, „ob ein Einsatz tatsächlich sinnvoll ist.“

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