Und Cut - Bezirksliga-Regisseur muss nach der Halle seine Karriere beenden

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Das Knie voller Blut und Wasser, ein doppelter Knorpelschaden und ein Teilriss des Kreuzbandes. Eichlinghofens Hauptdarsteller fühlt sich aktuell wie im falschen Film.

Dortmund

, 10.02.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Hallenstadtmeisterschaft ist in Dortmund das Highlight für alle Amateurfußballer. Der Budenzauber begeistert Akteure und Fans - doch für einen Bezirksliga-Kicker bedeutet er nun das Karriereende.

Es ist nicht die erste schwere Verletzung in seiner Karriere, doch es ist die schwerwiegendste. Mit nur 30 Jahren ist Schluss, dabei wechselte der Offensivmann erst im Juni nach Eichlinghofen und hatte noch große Pläne mit dem Bezirksligisten.

Dritte Knie-OP steht im März an, der Knorpel ist aufgerieben

“Ich muss aufhören, weil die dritte Knie-OP ansteht. Es sind zwei Knorpelschäden und ein Teilriss des Kreuzbandes im rechten Knie“, sagt Mario Bunk nicht ohne Wehmut in der Stimme.

Und Cut - Bezirksliga-Regisseur muss nach der Halle seine Karriere beenden

Mario Bunk vom Bezirksligisten TuS Eichlinghofen muss nach einer weiteren schweren Knieverletzung seine Karriere beenden. © Dortmunder Sportfotografie / Schulze

Schon lange plagte er sich mit Knieproblemen rum, vor elf Jahren riss zum ersten Mal das Kreuzband. Was damals noch reparabel war, ist nun nicht mehr zu retten, die Knochen reiben aufeinander. „Es ist kein Knorpel mehr vorhanden. Die Operation ist Mitte März“, so Bunk.

Mario Bunk hätte den TuS Eichlinghofen gerne noch angeführt

Es ist eine harte Entscheidung, doch der Kopf siegt über das Herz, die Vernunft über die Sehnsucht. „Die Halle war der letzte Tropfen auf den heißen Stein.“ Nach der Zwischenrunde habe er sein Knie „gar nicht mehr bewegen“ können, es sei „dick angeschwollen und voller Blut und Wasser“ gewesen.

Ein Besuch beim Orthopäden war unumgänglich, es folgten Röntgenaufnahmen und ein MRT. „Eigentlich hatte ich gesagt, Halle müsse nicht sein, aber dann reizt es ja doch. Den Teilriss des Kreuzbandes schleppe ich wohl schon seit Wochen oder Monaten rum“, sagt der Student der Sportökonomie.

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Dabei hatte er noch weitreichende Pläne mit dem TuS Eichlinghofen, der in der Bezirksliga aktuell auf Rang sieben liegt. „Ich hätte ihnen gerne noch geholfen. Eichlinghofen hat sich super verstärkt und hat ambitionierte Spiele. Da baut sich gerade was auf, von dem ich gerne Teil gewesen wäre.“ Das Karriereende hinzunehmen, sei nicht einfach. „Aber es ist einfach der sinnige Schritt. Da muss die Vernunft auch mal Vorrang haben.“

Das Karrierende ist für Mario Bunk unumgänglich

Wie es nun weitergeht und ob er dem Fußball in anderer Funktion treu bleiben wird, weiß Bunk noch gar nicht. „Ich habe mich erst einmal rausgenommen“, sagt er. Die Spiele des TuS möchte er trotzdem verfolgen und ein Gespräch mit dem Verein sei auch angekündigt.

Neben dem persönlichen Schicksal ist es auch ein herber Schlag für den Klub und Trainer Marc Risse: „Es ist bitter, in erster Linie für ihn. Aber der Arzt hat es ihm geraten und es ist unumgänglich. Und in zweiter Linie ist es auch bitter für den Klub. Menschlich, weil er ein Top-Typ ist und sportlich, weil er ein Antreiber war.“

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