Überzeugende Leistung in der Todesgruppe: Türkspor Dortmund ist kein Geheimfavorit mehr

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Türkspor Dortmund wird in der Todesgruppe mit den Westfalenligisten FC Brünninghausen und BSV Schüren nur Tabellenzweiter – meldet aber berechtigte Ansprüche auf den Titel an.

Dortmund

, 11.01.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Geheimfavorit ist keiner mehr. Türkspor Dortmund hat sich mit einer sportlich beeindruckenden Endrunden-Leistung am Freitagabend zum Mitfavoriten um den Titel gespielt – selbst wenn die Mannschaft von Reza Hassani in der Gruppe mit den beiden Westfalenligisten BSV Schüren und FC Brünninghausen „nur“ Zweiter wurde. „Das waren zwei Riesenspiele von uns“, sagte Hassani, „ich ziehe den Hut vor meiner Mannschaft.“

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Es war weniger das Endergebnis, das beeindruckte, als der taktisch und technisch herausragende Auftritt des Bezirksligisten, der in beiden Duellen nicht nur ebenbürtig, sondern besser war als die zwei Ligen höher spielenden Konkurrenten. Angetrieben vom mal wieder extrem lauten Anhang und dem überragenden Ömer Akman lieferte das Hassani-Team einen fast schon beängstigend souveränen Auftritt ab und trifft nun auf den nächsten Westfalenligisten: Westfalia Wickede. „Die habe ich letztes Jahr mit Kemminghausen rausgekegelt“, erinnerte sich Hassani, „mal gucken, ob das jetzt wieder klappt.“

Schüren dreht gegen Türkspor das Spiel und holt sich den Gruppensieg

Dass es im ersten Spiel gegen Brünninghausen nach Toren von Kimaz Hamza und Akman nur 2:1 für Türkspor hieß, lag allein am mehrfach rettenden FCB-Keeper Leon Broda. Doch das knappe Ergebnis sorgte immerhin für Spannung im Duell um den Gruppensieg mit Schüren.

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Der BSV hatte sich den Einzug ins Viertelfinale zuvor mit einem 3:1-Erfolg gegen Brünninghausen verdient und konnte sich dabei auf einen stets hellwachen Sascha Samulewicz im Tor verlassen. Der patzte dann zwar beim 0:1 von Alihan Kurgan, machte seinen Fehler danach aber mehrfach wieder gut: „Samulewicz war überragend“, erkannte auch Hassani an. Eyüp Cosgun und Zivko Radojcic drehten die Partie jedoch noch und sicherten dem Team von Arthur Matlik damit den Gruppensieg: „In der Vor- und Zwischenrunde waren wir nicht so gut“, sagte Samulewicz, „aber heute haben wir es sehr gut gemacht. Jetzt sind wir im zweiten Tag. Mal gucken, was drin ist.“

Brünninghausens Gondrum: „Das war für mich spielentscheidend“

Dass die Brünninghauser den auch gerne erreicht hätten, zeigte sich an der Reaktion von Nils da Costa Pereira auf das Ausscheiden. Der quirlige Linksfuß war neben Jonas Telschow einer der auffälligsten Akteure des FCB – und trat nach dem 1:3 gegen Schüren einen Stuhl durch die Halle. Vor allem eine Entscheidung erzürnte die Brünninghauser.

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Eine Zwei-Minuten-Strafe für Abwehr-Chef Mert Sahin sieben Minuten vor dem Ende beim Stand von 1:1: „Ich weiß nicht, wie man da so entscheiden kann“, sagte FCB-Coach Florian Gondrum hinterher, „das war für mich spielentscheidend.“ Kurz darauf traf Schüren zum 2:1 und wenig später zum 3:1 – der FCB war raus. „Es ist brutal schwierig gewesen“, sagte Trainer Gondrum, „keiner von unseren Jungs wusste, was auf ihn zukommt. Deshalb kann man der Mannschaft auch gar keinen Vorwurf machen.“

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