Über 100 Anträge für Sportanlagen-Nutzung - so viele wurden genehmigt

dzSport in Dortmund

Bei der Stadt Dortmund sind bereits einige Anträge für die Nutzung der öffentlichen Sportanlagen eingegangen - dabei überrascht der Unterschied zwischen Sporthallen und Sportplätzen.

Dortmund

, 03.06.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit über zwei Wochen ist es möglich, in Dortmund wieder auf den öffentlichen Sportanlagen zu trainieren. Dazu brauchen die Sportvereine ein Hygienekonzept, einen Corona-Beauftragten - und die Genehmigung der Stadt. Diese Vorgehensweise hatten einige Vereine heftig kritisiert. Aber wie viele Anträge sind in der Zwischenzeit bei der Stadt eingegangen? Wie viele Vereine wagen den Corona-Neustart? Und vor allem: Wie viele Anträge wurden bereits genehmigt?

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Auf Anfrage dieser Redaktion bestätigt die Stadt Dortmund 54 Anträge für die Nutzung von Sportplatzanlagen (Stand 2. Juni), heißt also für alle Anlagen unter freiem Himmel. Von den 54 Anträgen wurden laut Stadt auch alle genehmigt.

Zu den Vereinen, die bereits wieder aktiv auf dem Platz stehen gehören zum Beispiel die komplette Fußballabteilung von RW Germania, die seit dem 2. Juni wieder Im Odehmsloh kickt, sowie die Fußballer des ASC 09 Dortmund, die seit dem 20. Mai wieder mit zwei Junioren-Teams im Waldstadion gestartet sind. Aber: „Vom kompletten Training sind die einzelnen Gruppen noch weit entfernt“, hatte Michael Linke, ASC-Vorsitzender, im Hinblick auf das Hygienekonzept erklärt.

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Müssen sich Vereine um die Abmeldung von Jugendlichen sorgen?

Aber wie sieht es in den Dortmunder Sporthallen aus? Die Hygienekonzepte sind durch die geschlossenen Räume komplexer als die für die Sportplätze. Auch Wolfgang Sommer hat seine Zweifel. „Ich kann mir vorstellen“, sagt der Vorsitzende des Handballkreises Dortmund, „dass vielen einfach der Aufwand zu groß ist für etwas, was im Moment ja nur Beschäftigungstherapie sein kann.“ Außerdem stünden bereits die Sommerferien (Start 29. Juni) vor der Tür, in dieser Zeit sind die Sporthallen in Dortmund eigentlich geschlossen.

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Sommer würde es trotzdem gutheißen, wenn Hallensportvereine entsprechende Anträge stellen würden: „Wenn trainiert wird, dann geht es eher darum, menschlichen Kontakt zu haben, als wirklich Sport zu betreiben“, sagt Sommer, der darauf hinweist, wie wichtig dieser Kontakt gerade für Jugendliche sein kann. „Wenn die Coronavirus-Pandemie in dieser Form noch länger dauert, dann ist meine Sorge, dass die Jugendlichen sich was anderes suchen.“

Stadt Dortmund haben bereits über 100 Anträge erreicht

Der Wille zum Wiedereinstieg scheint aber bei Hallensportarten genauso groß zu sein, wie bei den Freiluftsportarten. „Für die Sport-,Turn- und Gymnastikhallen sind 55 Anträge für insgesamt 88 Hallen eingegangen, 39 Anträge mit 57 Hallen wurden genehmigt“, erklärt die Stadt Dortmund.

Die noch nicht genehmigten Anträge seien noch in Bearbeitung, endgültig abgelehnt wurde noch kein Antrag - und das wird laut Stadt wahrscheinlich auch so bleiben: „Es ist davon auszugehen, dass keine Anträge abgelehnt werden müssen, da bislang lediglich Nachbesserungen der Konzepte von den Vereinen zum Beispiel hinsichtlich der Benennung von Verantwortlichen vorgenommen werden müssen.“

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Insgesamt gab es bis zum 2. Juni also 109 Anträge bei der Stadt Dortmund - und anscheinend ist die Bereitschaft der Vereine, entsprechende Konzepte zu erstellen und die Verantwortung bei der Umsetzung zu übernehmen, unabhängig davon, ob der Sport unter freiem Himmel oder in der Halle ausgetragen wird.

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