TVE Barop überrascht, SV Derne mit Nachholbedarf

Basketball

Jeweils vier ihrer sechs Spiele haben sie gewonnen, der TVE Barop und der SVD mischen in der noch sehr großen Spitzengruppe voll mit. Die gleiche Ausgangsposition heißt aber nicht, dass beide Dortmunder Vertreter auch gleichermaßen zufrieden mit ihrem Abschneiden sein können.

Dortmund

, 25.10.2017, 10:03 Uhr / Lesedauer: 3 min
TVE Barop überrascht, SV Derne mit Nachholbedarf

Der beste Dortmunder Schütze: Dernes Aaron Bowser, hier im Derby gegen Barop. © Laryea

2. Regionalliga


TVE Barop: 3. Platz, 8 Punkte, Korbverhältnis: 462:375 - Mit vier Erfolgen (drei davon übrigens auswärts) hat der TVE Barop schon mal einen überzeugenden ersten Eindruck in der neuen Liga hinterlassen. Grundlage der Baroper Stabilität ist erneut eine sichere Defense – hier wird die Handschrift von Trainer Dariusz Domanski deutlich. Sein Team war schon zu Oberligazeiten in der Abwehr eine Bank, mit durchschnittlich 62,5 kassierten Zähler pro Spiel (Bestwert in der 2. Regionalliga) ist das auch in dieser Spielzeit nicht anders.

Ausgeglichener Kader

Was ebenfalls aus erfolgreichen Oberligazeiten geblieben ist, ist die Ausgeglichenheit des Kaders. Mit Danko Popovic, Dmytro Marchenko und Max Winter verfügt der TVE über drei Akteure, die sich als Top-Scorer abwechseln. Das macht die Baroper schwer ausrechenbar. Allerdings ist der Kader auch nur übersichtlich groß. Der TVE ist gezwungen, mit verhältnismäßig kleiner Rotation zu spielen.



SVD: 4. Platz, 8 Punkte, Korbverhältnis: 434:393 - Die 4:2-Bilanz, die sie jetzt haben, hätten die Derner am Anfang der Saison sicher sofort angenommen. Doch nach dem guten Start stiegen die Erwartungen, die Derner setzten kurzfristig zum Höhenflug an - und landeten sogleich eher ungelenk. Der SVD ist (noch) nicht so weit, dass er gegen jeden Gegner in dieser Liga auch mal mit halber Kraft gewinnt. Bei der Niederlage in Paderborn, ja selbst im Derby gegen Barop, fehlte dem Team der letzte Einsatz.

Kraft- und Willensleistung

Genau das, was den SVD zu Saisonbeginn noch ausgezeichnet hatte. Gegen Wulfen, als der SVD nicht als Favorit ins Spiel ging, war es vor allem eine Kraft- und Willensleistung in der Defense, die den Ausschlag zum Sieg gab. Lässt dort aber die Intensität nach, bringt sich das Team von Marius Graf selbst unter Druck. Weil zudem die großen Positionen dünn besetzt sind, müssen die Derner vieles spielerisch lösen- oder verlässlich aus der Distanz treffen. Das können sie, weil sie über individuell starke Spieler wie Aaron Bowser, Felix Fuhrmann oder Kevin Bode verfügen. Klappt das aber nicht, wird es eng.


Frauen-Oberliga
Einträchtig im oberen Mittelfeld gehen die Frauen des ASC und die des TV Hörde in die Winterpause. Auch sie mit jeweils vier Siegen - und durchaus guten Perspektiven


ASC: 4. Platz, 8 Punkte, Korbverhältnis: 374:338 - So eine Saison wie im letzten Jahr, als es bis zum Schluss gegen den Abstieg ging, werden die Aplerbeckerinnen in dieser Spielzeit sicher nicht mehr durchmachen. Sie haben zu alter Stabilität zurückgefunden.

Rückhalt Karima Kasper

Warf das Team im Vorjahr auch die kleinste Schwächephase sofort zurück, so übersteht der ASC mittlerweile auch solche Momente. Das hat auch viel damit zu tun, dass die Aplerbeckerinnen von Beginn an auf Center Karima Kasper zurückgreifen können. Mit 75 Punkten ist sie die beste Aplerbecker Schützin. Die Hauptlast ist aber nicht allein auf ihre Schultern verteilt. Konstant punkten auch Lena Fahnert und Dina Sträter (beide derzeit 55 Punkte), was die ASC-Offense derzeit zur drittbesten der Oberliga macht.

Wo der ASC in dieser Saison aber wirklich steht, wird er noch beweisen müssen. Bislang hatten die Aplerbeckerinnen die fünf schlechtesten Teams der Liga zum Gegner, hinzu mit Dorsten ein Team aus dem Mittelfeld.


TV Hörde - 5. Platz, 8 Punkte, Korbverhältnis: 305:308 - Im letzten Jahr: Kleiner Kader und eher gemäßigtes Spieltempo. Jetzt: größerer Kader und flotteres Spiel. Es tut dem Team gut, dass Trainer Alex Lanza in dieser Saison mehr Wechselmöglichkeiten hat. Wenngleich mit der Rotation auch noch vereinzelt Brüche im Spiel verbunden sind. Allen Neuerungen zum Trotz ist Birgit Jockenhövel eine verlässliche Konstante im Hörder Spiel. Die Center-Spielerin ist mit 79 Punkten die beste Hörder Schützin.

Nachholbedarf in der Offensive

In der Offensive hat der TVH noch Nachholbedarf. Hörde hat die drittschlechteste Offensive der Liga, in den ersten sechs Partien gelangen nur sieben Dreier. Dennoch: Das Team hat sich bisher beachtlich geschlagen.

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