TuS-Eichlinghofen-Trainer Marc Risse: „Bin über das Verhalten des Lüner SV verärgert“

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3:0 nach 35 Minuten – in der Regel lassen sich in diesem Fall die drei Punkte einplanen. Nicht jedoch wenn Kicker beim Gegner dabei sind, die sonst eigentlich nicht zur Mannschaft gehören.

Dortmund

, 18.02.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach dem Spiel beim Lüner SV II war Marc Risse nicht nur wegen der Niederlage seines Teams gereizt. „Natürlich bin ich über das Verhalten des Lüner SV verärgert. Die haben das Spiel nur als bessere Trainingseinheit für ihre erste Mannschaft genutzt“, sagte der Trainer des TuS Eichlinghofen nach der 3:4 (3:2)-Niederlage.

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Der Grund für den Ärger des Coaches: Bei der Reserve des Lüner SV kickten insgesamt sechs Spieler aus der ersten Mannschaft mit und drehten das Spiel, nach dem der LSV II bereits mit 0:3 zurücklag. „Es war eine einmalige Sache, dass die Spieler ausgeholfen haben. Das ging auch nur, weil die Partie der ersten Mannschaft ausgefallen ist“, sagte Christian Hampel, der sportliche Leiter des Lüner SV.

In der Lüner Lokalausgabe der Ruhr Nachrichten klang das jedoch anders. „Wir werden die zweite Mannschaft erst einmal mit Spielern aus der ersten Mannschaft und mit den Alten Herren unterstützen“, sagte dort Tafil Kralani, Sportlicher Leiter des Lüner SV II und Vorsitzender der Altherrenmannschaft.

„Gegen eine normale Besetzung des Lüner SV II hätten wir sicher gewonnen.“

Hampel ergänzte, dass so einige noch Spielpraxis sammeln und der eine oder andere seinen Trainingsrückstand aufholen konnte. Marc Risse ist sich sicher, dass das Spiel unter normalen Umständen anders ausgegangen wäre. „Gegen eine normale Besetzung der LSV-Reserve hätten wir sicher gewonnen.“

Bereits in der Hinrunde wirkten beim Spiel gegen Türkspor einige Kicker der ersten Mannschaft mit. Der Grund: Die erste Mannschaft aus der Westfalenliga hatte spielfrei an diesem Tag. Mit der Verstäkrung konnte die LSV-Reserve damals dem Tabellenführer der Bezirksliga ein Remis abknüpfen.

Lüner SV II kassiert 64 Gegentore in 17 Partien

Zur Einordnung: Der Lüner SV II liegt auf dem letzten Tabellenplatz der Bezirksliga und hatte davor von 17 Partien nur eine gewonnen. Zudem stellt das Team bei aktuell 64 Gegentoren die schlechteste Defensive der Liga – das macht 3,5 Gegentore pro Spiel. Zudem hatte die Mannschaft in der Vorbereitung auf die Rückrunde nur ein Testspiel absolviert und verlor dieses mit 1:11 gegen den A-Ligisten Ay Yildiz Derne.

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Auch wenn Eichlinghofen-Coach Risse sauer ist, sah er auch seine Elf in der Pflicht: „Sicher müssen wir uns am Ende selbst die Schuld geben, wenn wir nach einer 3:0-Führung verlieren. Aber am Ende hat sich die Klasse der Westfalenspieler durchgesetzt.“

Marc Risse: „Die Ereignisse sind nicht zu vergleichen“

Bei einem Thema sind Risse und Hampel jedoch einer Meinung: Ihr Spiel ist nicht mit der Partie des DJK Körne gegen den Holzwickeder SC II vergleichbar. „Für Eichlinghofen geht es um nicht mehr so viel, weil sie im Mittelfeld der Tabelle stehen und nach oben bzw. nach unten nicht mehr viel geht. Für Körne war es natürlich ärgerlich, weil sie noch mit um den Aufstieg spielen“, meinte der Sportliche Leiter des LSV.

Auch Risse sagte: „Die Ereignisse in Lünen sind nicht zu vergleichen mit dem Fall Körne gegen Holzwickede, da der HSC häufiger Spieler herunterschickt.“

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