TuS Bövinghausen hält nichts von Obercastrops Aufstiegs-Vorschlag: Fair sieht anders aus

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Martin Janicki, Vorsitzender von Wacker Obercastrop, hat einen Vorschlag gemacht, wie beim Abbruch der Saison die Aufstiegsregelung aussehen könnte. TuS Bövinghausen schüttelt nur den Kopf.

Dortmund

, 25.03.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es gibt aktuell zwei Gruppen an Fußballvereinen, die sich intensiv darüber Gedanken machen, wie es bei einer Annullierung der Saison weitergehen könnte. Da gibt es zum ersten die Gruppe, die sich gerade im Aufstiegskampf befindet, und zum zweiten die, die gegen den Abstieg kämpft.

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Wacker Obercastrop gehört zu denen, die sich Gedanken um den Aufstieg machen. Der Castroper Landesligist führt aktuell die Staffel 3 mit sieben Punkten Vorsprung gegenüber dem TuS Bövinghausen an. Der Klub hatte also vor der Corona-Pause die besten Chancen auf den Aufstieg.

Martin Janicki, Vorsitzender von Wacker Obercastrop, würde die Halbzeittabelle zurate ziehen.

Martin Janicki, Vorsitzender von Wacker Obercastrop, würde die Halbzeittabelle zurate ziehen.

Obercastrops Vorsitzender Martin Janicki hat jetzt einen Vorschlag unterbreitet, den er für fair halten würde, sollte die Spielzeit nicht mehr fortgesetzt werden. „Und meiner Meinung nach würde man einen fairen Schnitt machen, wenn man für die Wertung der Saison die Tabelle nach Abschluss der Hinrunde zurate zieht. Dem würde ich auch zustimmen, wenn wir dadurch Dritter wären.“

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Bövinghausens Trainer Dimitrios Kalpakidis kommt bei dem Vorschlag ins Schmunzeln und schüttelt den Kopf: „Für Obercastrop ist es ja klar, dass die diese Regelung vorschlagen. Der Klub stand ja auch zur Halbserie auf Platz eins. Da ist es auch leicht zu sagen, dass sie dem zustimmen würden, wenn sie Dritter gewesen wären. Sie waren es aber nicht. Sie waren nach der Hinrunde Erster. Fair sieht bestimmt anders aus“, sagt Kalpakidis.

Kalpakidis wirft Janicki einen Logikfehler vor. „Es gewinnt nicht immer der den Marathon, der am Anfang am schnellsten läuft. Es gewinnt immer der, der als erstes ins Ziel läuft. Und zuletzt war Obercastrop nicht ganz so schnell unterwegs“, sagt Bövinghausens Trainer.

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Der TuS hat zuletzt sieben Mal in Serie gewonnen und fünf Punkte in vier Spielen auf Obercastrop gutgemacht. „Klar, sieben Punkte Rückstand klingen erstmal viel. Aber wir haben noch ein Spiel mehr zu absolvieren und treten noch zum direkten Duell an. Ich bin mir sicher, dass wir unseren Konkurrenten noch eingeholt hätten“, so Kalpakidis.

Bövinghausens Trainer Dimitrios Kalpakidis bevorzugt die Aufstiegs-Regelung der Basketballer.

Bövinghausens Trainer Dimitrios Kalpakidis bevorzugt die Aufstiegs-Regelung der Basketballer. © Stephan Schuetze

Er unterbreitet gleich einen eigenen Vorschlag, wie die mögliche Aufstiegsregelung aussehen könnte. Er bedient sich beim Basketball. Hier hat der Westdeutsche Basketballverband die Regelung gefunden, dass der aktuelle Tabellenführer aufsteigt und der Verfolger eine Wild Card für die nächste höhere Liga beantragen kann. „Ich halte diese Regelung für besser als die von Obercastrop favorisierte, weil dann beide Vereine aufsteigen. Ich finde nämlich, dass beide Klubs es verdient hätten, nächstes Jahr in der Westfalenliga zu spielen“, sagt Kalpakidis.

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Für ihn ist wichtig zu betonen, dass er auch Obercastrop den Aufstieg gönne, weil „der Klub bisher eine überragende Saison spielt. Aber wir haben es genauso verdient. Und wenn wir sportlich schon nicht mehr die Chance bekommen letztlich herauszufinden, wer am Ende ganz oben steht, dann sollten auch beide hoch“, so der Coach.

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