Türkspor vereint: Die Bros, die den Tiki-Taka nach Dortmund gebracht haben

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Das Trio selbst behauptet von sich, dass es den Tiki-Taka nach Dortmund gebracht hat. Bald zaubern Florian Juka, Ömer Akman und Alihan Kurgan auch im Verein zusammen - bei Türkspor Dortmund.

Dortmund

, 03.04.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Mit einem Ball unter dem Arm und reichlich Motivation im Gepäck fing alles an - vor etwa zehn Jahren. Da war Florian Juka - wie auch heute - voller Tatendrang und wollte vor allem eines: Fußball spielen. Der Offensivmann, der für den TuS Bövinghausen kickt, in der kommenden Saison aber für Türkspor Dortmund die Fußballschuhe schnürt, war erst recht frisch aus Hannover nach Dortmund gezogen.

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Im Ruhrpott - genau genommen in der Dortmunder Nordstadt - suchte Juka Anschluss. Der heute 27-Jährige war vor allem auf der Suche nach jungen Fußballern, fragte rum, erkundigte sich nach den besten Kickern der Stadt. Über einen Kumpel kam der Kontakt zu Ömer Akman zustande. „Von dem haben in Dortmund damals alle geschwärmt“, erinnert sich Juka. Das Treffen war der Beginn einer langen Freundschaft.

Akman zeigt Juka die Sportplätze

„Ömer hat mir damals viele Plätze in Dortmund gezeigt, der Sportplatz hinter der Halle Nord wurde zu meinem zweiten Zuhause“, sagt Juka. Akman, Juka und viele andere Jugendliche versammelten sich damals fast täglich auf dem kleinen Kunstrasenplatz hinter der Sporthalle, duellierten sich im Vier-gegen-Vier und spielten kleine Turniere aus. „Wir waren damals schon viel unterwegs, haben viel Fußball gespielt“, sagt Akman.

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Im Verlauf lernte Florian Juka Alihan Kurgan kennen. Kurgan und Akman kannten sich von der Schule schon länger. Kurgan: „Ich war damals immer einer der Jüngsten.“ Juka erinnert sich an eine Anekdote: „Wenn wir Durst hatten, haben wir immer den kleinen Alihan losgeschickt. Er war unser Kinder-Country“, nennt Juka den Spitznamen des 24-Jährigen. Das Trio nahm zudem an vielen Hobbyturnieren - unter anderem in Frankfurt, Düsseldorf und Dortmund - teil und heimste den einen oder anderen Titel ein. „Wir waren immer ein gutes Team“, sagt Akman. „Wir haben das Tiki-Taka-Spiel nach Dortmund gebracht“, ergänzt Juka.

Als Trio im Verein spielen

So reifte in den Dreien auch der Wunsch, in einem richtigen Fußballverein als Trio aufzulaufen. Doch irgendwie klappte dies zuletzt nie. Akman und Juka kickten zwar mal in der Oberliga beim FC Kray zusammen, doch da fehlte Kurgan. Zudem verkrachte sich Juka später mit dem Coach.

Beim Lüner SV schnürten später Juka und Kurgan gemeinsam in der Westfalenliga die Schuhe und bildeten ein gefährliches Offensivduo. Da fehlte dann allerdings Akman als zentraler Mittelfeldspieler. „Wir hatten schon in Lünen den Traum, zu dritt zu spielen“, so Kurgan. Zu jenem Zeitpunkt ging Akman aber noch in der Türkei auf Punktejagd.

Beim TuS Bövinghausen, für den Juka noch spielt, ergab sich dann wieder eine Chance, doch Akman einigte sich mit dem TuS nicht und wechselte im Winter zu Türkspor Dortmund. Dort spielt auch Kurgan, der seinen Vertrag, ebenso wie Akman, kürzlich verlängert hat.

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„Wir haben dann die ganze Zeit auf Juka eingeredet. Eigentlich war er in Bövinghausen ja recht glücklich, aber nun hatten wir die Chance, zusammenzuspielen“, erklärt Kurgan die Vorgehensweise beim Transfer. „Ich bin froh, dass es geklappt hat. Bövinghausen ist mir zwar auch sehr ans Herz gewachsen, aber nun geht jeder seinen Weg“, so Juka, der betont, dass er nun erst einmal in die Landesliga wolle.

Akman warnt die Konkurrenz

Akman schickt gar schon eine Warnung an die Konkurrenz hinterher. „Einige können sich jetzt warm anziehen. Wir drei kennen uns auf dem Platz in- und auswendig“, so Akman, der mit dem Duo vor der Corona-Krise auch privat viel unternommen hat. „Wir waren oft in der Stadt, haben da mal ein Eis gegessen, waren viel spazieren und relaxen“, so der 27-Jährige.

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Bis das Trio endgültig gemeinsam auf dem Platz stehen wird, vergeht aber wohl noch eine Menge Zeit. Noch ist unklar, ob die aktuelle Saison überhaupt zu Ende gespielt wird. Sowohl Landesligist Bövinghausen als auch Bezirksligist Türkspor kämpfen um den Aufstieg mit. Ob und wie die aktuelle Saison gewertet wird? Unklar. Das Ziel des Trios für die Zukunft ist aber klar: „Wir haben sehr viel vor und würden nächste Saison gerne in der Landesliga oben mitspielen“, sagt Akman.

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