Türkspor trennt sich vom nächsten Spieler: Er wäre Stürmer Nummer drei bei uns

dzFußball-Bezirksliga

Tolga Buyruk hat unter der Woche verkündet, dass er und Türkspor Dortmund getrennte Wege gehen. Nun trennt sich der Bezirksliga-Spitzenreiter vom nächsten Spieler.

Dortmund

, 17.05.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Türkspor Dortmund verliert den nächsten Spieler: Nachdem Vizekapitän Tolga Buyruk unter der Woche bestätigte, dass er den Fußball-Bezirksliga-Spitzenreiter verlässt, trennt sich Türkspor nun von einem weiteren Spieler. Der war in der Winterpause erst zu TSD 2000 gewechselt.

Wirklich empfehlen konnte er sich in dem kurzen Zeitraum zwischen Januar und dem Tag, als die Corona-Pandemie den ganzen Spielbetrieb im Amateurfußball lahmlegte, nie. Ahmed Ersoy (23), im Winter vom Bezirksligisten VfL Kemminghausen zu Türkspor gewechselt, absolvierte für den Spitzenreiter lediglich 15 Pflichtspielminuten, als er am 16. Februar beim 2:0-Erfolg gegen seinen Ex-Klub BV Brambauer für Mitspieler Kaan Akkus eingewechselt wurde. Für die kommende Saison hat der 23-Jährige bereits einen neuen Klub gefunden. Ersoy wechselt in die Kreisliga A zur SG Gahmen.

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Reza Hassani, Coach bei Türkspor, der bereits in seiner Zeit beim VfL Kemminghausen Ersoy trainierte, fand zum Wechsel deutliche Worte. „Ahmed ist ein guter, junger Stürmer, der zwei schwere Verletzungen hinter sich hat. Es ist wichtig für ihn, dass er Spielpraxis bekommt. In unserem Kader wäre das schwieriger für ihn gewesen. Es ist besser für ihn, wenn er wechselt. Bei uns wäre er nur Stürmer Nummer drei gewesen“, sagt Hassani und verweist dabei auf die beiden „Vollgranaten“ Marcel Reichwein und Mateus Ajala Cardoniz. Reichwein, ehemaliger Zweitliga-Profi, kommt bekanntlich vom Oberligisten Holzwickeder SC. Cardoniz hat kürzlich seinen Vertrag bei Türkspor verlängert.

Ahmed Ersoy hatte zuletzt mit Verletzungen zu kämpfen

Ersoy, der in der Vergangenheit für Kemminghausen, aber auch im Lüner Raum beim BV Brambauer und beim Lüner SV gespielt hat, hat sportlich eine schwierige Zeit hinter sich. Im vergangenen Jahr hatte sich Ersoy bei einem Zusammenprall schwer verletzt, brach sich drei Rippen, zudem klappte seine Lunge zu einem Viertel ein. „Es war die reinste Hölle, ich konnte mich kaum bewegen und selbst Atmen war eine Herausforderung“, sagte Ersoy im März im Interview.

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Doch damit nicht genug: Danach plagte den Angreifer über Monate eine komplizierte, lästige Schambeinentzündung, die Ersoy Anfang des Jahres weitgehend überwunden hatte. Auf den Platz zurück durfte der Stürmer ab März dann aber nicht mehr - wegen der Pandemie. Der Zustand dauert bekanntlich bis heute an.

Bei der SG Gahmen will der Goalgetter nun den Neustart wagen. Bülent Kara, Coach der Gahmener, freut sich, einen Spieler mit dieser Qualität verpflichtet haben zu können. „Er war mein absoluter Wunschspieler. Ich wollte ihn damals schon zu Türkspor lotsen. Er ist ein Mann, der auch mal 30 bis 40 Tore schießen kann und passt menschlich sehr gut zu uns“, sagt Kara über Ersoy, den er als „unberechenbaren, sehr unangenehmen Stürmer“ beschreibt.

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