Türkspor-Sieg über TuS Bövinghausen als Initialzündung und Kampfansage

dzFußball in Dortmund

In einer beeindruckenden Art und Weise gewann Türkspor Dortmund am Sonntag gegen den hochgehandelten TuS Bövinghausen. Damit setzte der Landesligist auch ein Ausrufezeichen in Richtung Saisonauftakt.

Dortmund

, 20.08.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es sind zwei polarisierende Vereine - und gerade deshalb blickten am Wochenende viele Fans des Dortmunder Amateurfußballs mit Spannung auf das Duell des TuS Bövinghausen und Türkspor Dortmund. Von der Spannung war im Spiel anschließend wenig zu sehen. 4:0 hieß es am Ende für Türkspor. Ein dickes Ausrufezeichen und zeitgleich ein eindrucksvoller Wink an die Landesliga-Konkurrenz.

Die Rollen waren im Vorfeld eigentlich klar verteilt: Westfalenliga-Aufsteiger TuS Bövinghausen hatte erst wenige Tage zuvor eindrucksvoll den Oberligisten ASC 09 Dortmund aus dem Kreispokal geworfen. Derweil offenbarte Türkspor in der Vorbereitung zum Teil vor allem in der Defensive große Lücken. Wer aber schon vor Anpfiff Bövinghausen als Sieger ausgemacht hatte, sah sich schnell eines Besseren belehrt.

Besonderes Spiel für den Kapitän

„In den anderen Testspielen waren wir manchmal schon sehr offen. Gegen Bövinghausen haben wir aber ein echt starkes Spiel gemacht. Das war ein überzeugender Sieg“, betont Türkspors Ömer Akman, der seine Mannschaft als Kapitän auf den Platz führte. Vor allem die Abwehrarbeit und das Spiel gegen den Ball funktionierten.

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Von einer wackeligen Defensive - in den zuvor vier Testspielen verbuchte der Neu-Landesligist 13 Gegentore - keine Spur. „Im Laufe der Woche haben wir uns sehr gut auf dieses Spiel eingestellt. Wir wussten, dass da eine außergewöhnliche Truppe auf uns zukommt“, so Akman.

Insgesamt sei es ein Spiel gewesen, dass vor allem taktisch geprägt war und in dem seine Mannschaft die Räume zwischen den Ketten gut verdichtet habe, betont der Kapitän, der viele Spieler des TuS auch abseits des Platzes kennt: „Für mich persönlich war das auch einfach ein besonderes Spiel, weil ich die Jungs sonst auch aus der Soccerhalle oder meiner Freizeit kenne. Die werden sicherlich um den Aufstieg kämpfen. Ein Alleingang wird das allerdings auch nicht.“

Türkspor will Platz eins

Seine eigenen Mitspieler warnt der 27-Jährige zeitgleich vor zu viel Optimismus: „Das Spiel gegen Bövinghausen kann sicherlich eine Initialzündung sein. Trotzdem haben wir jetzt noch zwei Wochen Vorbereitung und es fehlen auch noch einige Dinge.“

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Dennoch sei er davon überzeugt, dass in dieser Mannschaft ein „Mega-Potenzial“ schlummere und man sich angesichts der nahenden Landesliga-Saison deshalb auch nichts vormachen sollte.

„Die Qualität im Kader ist zweifelsohne da“, so Akman, „und auch im Umfeld passen die Strukturen. Von daher brauchen wir nicht drumherum reden, dass wir in der neuen Saison auf jeden Fall oben mitspielen wollen und das heißt in unserem Fall dann auch wirklich Platz eins.“

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