Trotz seiner Tore: Warum Schürens Lebensversicherung Kamil Bednarski kein Matchwinner sein will

dzFußball-Westfalenliga

Ohne ihn würde der BSV Schüren jetzt wohl schon wieder im Tabellenkeller der Westfalenliga stehen. Doch davon wollte Kamil Bednarski hinterher absolut nichts hören.

Dortmund

, 09.09.2019, 16:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kamil Bednarski tat nach der Partie alles dafür, nicht wie der zu wirken, der er war – der Garant des Sieges. Der Neuzugang hatte mit zwei Treffern dem BSV Schüren den enorm wichtigen 2:1-Erfolg über den ebenfalls schwach gestarteten Gast aus Wiemelhausen besorgt. Ohne ihn, daran gab es keinen Zweifel, hätte der BSV nie gewonnen und wäre nun mitten im Tabellenkeller.

Matchwinner will kein Matchwinner sein

Die starke Vorstellung des Angreifers, der nach überstandenem Faserriss zum ersten Mal von Beginn an spielte, darf einerseits nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Grün-Weißen in einer solchen Verfassung eher nach unten blicken müssen. Sie darf sie aber hoffen lassen, dass der vom SC Wiedenbrück aus der Regionalliga nach Schüren gewechselte Angreifer ihnen noch wichtige Punkte bringt: Das wollte die Nummer 22 des BSV aber alleine nicht so stehen lassen. „Ich bin nicht der Matchwinner.“

Er warb eher um Verständnis, dass die Schürener keinen Gute-Laune-Fußball spielten, sondern gemeinsam andere Ziele verfolgten. „Es war doch zu erwarten, dass wir keine acht Tore erzielen. Uns ging es darum, hinten stabil zu stehen. Wir hatten in der Vergangenheit zu viele Tore kassiert. Das vorrangige Ziel bleibt, nicht zu anfällig zu werden. Nein, das war kein Offensiv-Feuerwerk, aber doch ein wichtiger Sieg.“

Alle Trümpfe in der Hand

Bednarski sah ebenfalls, dass seine Mannschaft vor der Pause mit dem 1:1 gut bedient war – und da auch in Sachen Sicherheit nicht alles zum Besten war. „Da hätte es auch anders stehen können. Dann nach der Roten Karte und meinem Tor hatten wir aber alle Trümpfe in der Hand.“

Die spielte seine Mannschaft aber erst in der Schlussphase mit seinem zweiten Treffer aus, selbst wenn Bednarski nach dem Wechsel durchaus „die Leidenschaft“ in seiner Mannschaft erkannte, den zweiten Saisonsieg zu erzielen.

„Ich fühle mich völlig wohl“

Der Offensivmann übernahm anstelle des Matchwinners lieber die Rolle des Teamplayers: „Ich fühle mich in dieser Mannschaft völlig wohl. Das ist eine Supertruppe.“ Dennoch ist dem aus der Regionalliga gekommenen Bednarski anzumerken, dass er zumindest auf dem Feld eine Sonderstellung einnimmt. Er hielt nach dem 2:1 die Bälle, verteilte sie clever und hatte so noch einen weiteren Verdienst um diesen Sieg.

Ein Garant des Sieges kann ja auch Teil eines funktionierenden Teams sein. So zu wirken, bereitet ihm keine Probleme.

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