Trainerentlassung: Bekannter Dortmunder Fußballcoach muss gehen - Nachfolger steht fest

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Er hat in Dortmund einen bekannten Namen, nun muss er gehen, weil sein Klub die Reißleine gezogen hat. Der Fußballverein hat aber bereits einen Nachfolger gefunden.

Dortmund

, 14.10.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach der Bezirksliga (VfL Kemminghausen) hat nun auch eine andere Fußball-Liga mit vielen Dortmunder Klubs ihren ersten Trainerwechsel. Es traf einen Mann, der schon seit Jahren in Dortmund einen bekannten Namen hat. Der Nachfolger ist gerade mal 21 Jahre alt.

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Mario Niedzialkowski ist nicht mehr Trainer des Kreisliga-14. Alemannia Scharnhorst. Das bestätigten Vorstand und Ex-Coach des Traditionsvereins. Thomas Weiser, Geschäftsführer der Alemannia, erklärte: „Ich bin mit Mario schon ewig befreundet. Wir haben auch in der vergangenen Saison, als wir ohne Corona wohl abgestiegen wären, zu ihm gestanden. Jetzt aber mussten wir handeln.“

Weiser sagt, die Trennung sei im Guten erfolgt: „An unserer Freundschaft ändert das nichts. Und es war bestimmt auch nicht einfach für Mario. Gegen Neuasseln haben wir auch 2:3 verloren, weil wir nur drei Stammspieler im Aufgebot hatten. Dennoch haben wir nach dem Spiel die Reißleine ziehen müssen.“

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Bitter sei, „dass sich Leistungsträger Jan Müller verletzt hatte und nicht mehr spielen kann“, sieht Weiser einen weiteren Grund für die sportliche Flaute, die den Scharnhorstern erst vier Punkte aus sechs Spielen brachte. Dieser Jan Müller, zuletzt bei Preußen Lünen, ist dann aber auch der Nachfolger Niedzialkowskis.

„Mario hat ihn geholt. Jetzt soll er sich als erster Mann versuchen“, berichtet Weiser. Die Scharnhorster hatten also keinen externen Plan B in der Tasche, sondern handelten jetzt mit einer sich spontan ergebenden Lösung. „Das ist ein guter Junge, der auch einiges vermitteln kann. Und das, obwohl er mit 21 Jahren sehr jung ist“, sagt Weiser.

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„Er hat vor seinem Umzug nach Dortmund in den Nachwuchsabteilungen von Arminia Bielefeld, Twente Enschede und VfL Osnabrück gespielt. Wegen eines Kreuzbandrisses musste er die Karriere auf hohem Niveau beenden. Er bringt aber einiges mit und übernimmt erstmal bei uns bis Saisonende. Dann sehen wir weiter.“

Niedzialkowski bezeichnete die Entscheidung des Vorstandes als „legitim, aber schon etwas enttäuschend“. Das Team sei seit einem Jahr im Umbruch. Und nach ordentlichem Start hätten die vielen Verletzten zu den enttäuschenden Ergebnissen geführt. „Ich denke schon, dass ich im Rahmen der Möglichkeiten etwas hätte bewegen können. Wenn der Verein wegen der erneut enttäuschenden Tabellensituation meint, ein anderer könne neue Impulse setzen, akzeptiere ich das.“

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Niedzialkowski blickt gelassen in seine Zukunft: „Ich habe viel Zeit in das Training, aber auch in die Verpflichtung neuer Spieler investiert. Jetzt gucke ich mal bei einigen Vereinen zu. Wenn Holzwickede oder Brackel, wo ich ja unter Axel Schmeing Co-Trainer war, spielen dürfen, schaue ich da als entspannter Zuschauer vorbei. Ob sich dann irgendwann irgendwo mal was ergibt, sehe ich dann ja.“

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