Thorsten Legat ist beim 6:3-Sieg des TuS Bövinghausen der Vater des Erfolges

Fußball-Landesliga

Der Fußball-Landesligist TuS Bövinghausen lag schon 0:2 gegen DJK Wattenscheid zurück. Dann wechselte Trainer Thorsten Legat einen Spieler ein, der erst gar nicht im Kader stehen sollte.

Dortmund

, 25.08.2019, 18:56 Uhr / Lesedauer: 2 min
Thorsten Legat ist beim 6:3-Sieg des TuS Bövinghausen der Vater des Erfolges

Thorsten Legat wechselte den Erfolg ein. © Stephan Schuetze

Freitagabend nach dem Training hatte Florian Juka schlechte Laune. Der Stürmer des TuS Bövinghausen hatte es nicht in den Kader geschafft. Er hatte die ganze Woche über wegen Kniebeschwerden nicht mit dem Team trainiert, ist am Freitag nur gelaufen. „Ich habe mich trotzdem gut gefühlt, wollte unbedingt dabei sein“, sagt Juka. Am Samstag rief er dann Thorsten Legat an, um ihn zu überzeugen, doch auf ihn zu setzen. Er versprach seinem Coach, alles zu geben, wenn er ihn doch bringe.

Florian Juka trifft nach der Einwechslung gleich doppelt

Legat nahm Juka mit nach Wattenscheid. Als Joker. Er wechselte ihn in der 46. Minute ein. Eine gute Entscheidung. Der Linksfuß war mit seinen Treffern zum 1:2 (62.) und 6:3 (90.+3) maßgeblich am 6:3-Erfolg beteiligt. „Ich bin dem Coach so dankbar, dass er mich doch mitgenommen und mich sogar in der zweiten Halbzeit gebracht hat“, sagt Juka. „Florian ist ein genialer Fußballer. Das hat er gezeigt. Er hatte mir vorher gesagt, für den Verein alles geben zu wollen. Das Versprechen hat er gehalten.“

Der Vater des Erfolges war aber Thorsten Legat. Er wechselte nicht nur Florian Juka ein, sondern auch die weiteren Torschützen Ali Mohamad Abou-Saleh (3:2, 75.) und Sascha-Marc Reinholz (5:3, 87.). Die restlichen zwei Treffer erzielten Sebastian Mützel (2:2, 64.) und Dejan Petrovic (4:3, 81.). Legat war aber nicht nur wegen seiner Einwechslungen der entscheidende Mann. Vor allem seine taktischen Umstellungen brachten den Sieg.

Thorsten Legat ändert im richtigen Moment die Taktik

Beim Stand von 3:3 gab es eine Trinkpause. Er rief seine Spieler zusammen, änderte sein Spielsystem. Er ließ in der Defensive nur noch mit einer Dreier-Kette spielen. Ganz vorne wirbelten jetzt zwei Stürmer. Er wollte unbedingt den zweiten Dreier der Saison. Und den bekam er auch, weil seine Spieler den Konkurrenten jetzt komplett durcheinander wirbelten und noch dreimal trafen.

„Die Mannschaft hat eine unglaubliche Moral gezeigt. Es war beeindruckend“, sagt Legat. Zur Belohnung bekam die Mannschaft am Abend noch auf der Bartolomäus-Kirmes in Lütgendortmund eine Bratwurst. In der Tabelle liegt das Team mit sechs Punkten auf Rang drei.

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TuS: Kunz – Ramadan, Thormann (50. Abou-Saleh), Gjorgijevski, Witt – Totses Vieira, Radojcic (46. Juka) – Mützel (86. Reinholz), Petrovic (81. Gazioch), Teichmöller – Yilmaz

Tore: 1:0 Löhr (25.), 2:0 Löhr (54.), 2:1 Juka (62.), 2:2 Mützel (64.), 2:3 Abou-Saleh (75.), 3:3 Kokoschka (78.), 3:4 Petrovic (81.), 3:5 Reinholz (87.), 3:6 Juka (90.+3)
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