Talent des FC Brünninghausen trifft nach schwerer Verletzung wie am Fließband

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Beim FC Brünninghausen läuft es. 26:4 lautet die Torbilanz der vergangenen fünf Testspiele. Maßgeblich am Erfolg beteiligt ist ein junger Stürmer, der eine harte Leidenszeit hinter sich hat.

Dortmund

, 23.08.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war ein langer Weg bis zu diesem Zeitpunkt - dabei ist das Talent des jungen Angreifers, der aktuell in schöner Regelmäßigkeit für den Westfalenligisten FC Brünninghausen erfolgreich ist, unbestritten. Eine schwere Verletzung warf ihn vergangenes Jahr aus der Bahn. Obwohl er auch heute noch vereinzelt Schmerzen verspürt, fühlt er sich mittlerweile „so fit wie noch nie“. Das ist auch seinem alten Verein aufgefallen.

In seiner letzten Jugendsaison 2018/19 erzielte Jonas Telschow für die U19 des SV Lippstadt 08 in der Westfalenliga 16 Tore in 15 Spielen. Eine Torausbeute, die auch dem ASC 09 Dortmund und dessen Sportlichen Leiter Samir Habibovic nicht verborgen blieb. Deshalb lotste Habibovic den heute 20-jährigen Telschow anschließend nach Aplerbeck.

Karbonschiene soll helfen

Und das, obwohl sich der Stürmer zum Ende seiner letzten Junioren-Saison eine schwere Verletzung zuzog. Die Diagnose: Bruch der Elle und Speiche. „Das war meine erste wirklich harte Verletzung“, erzählt Telschow. „Ich musste erst einmal lernen, mit dieser Sache umzugehen. Das war vor allem vom Kopf her nicht so einfach.“

Bereits nach ungefähr zwei Monaten habe er wieder auf dem Fußballplatz gestanden. In seinem Arm: zahlreiche Schrauben und Platten. Eine Karbonschiene sollte das Risiko einer erneuten Verletzung minimieren. „Der Wechsel zum ASC stand gerade erst fest und dann wollte ich natürlich unbedingt die Vorbereitung mitmachen, um überhaupt eine Chance in der Mannschaft zu haben“, betont der 20-Jährige.

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Eine Entscheidung, die er so heute nicht mehr treffen würde. „Ich bin viel zu früh wieder angefangen, das habe ich jetzt auch erkannt.“ Trotz seines Engagement reichte es letztlich nicht für einen festen Kaderplatz beim ASC.

Über die zweite Mannschaft des Oberligisten ging es für Telschow dann Anfang des Jahres zum FC Brünninghausen. Dort nutzte der junge Angreifer vor allem die unfreiwillige Corona-Pause, denn: die eigene Fitness wurde ihm zuvor beim ASC zum Verhängnis.

„Die Verletzung hat mich schon zurückgeworfen. Ich habe damals auch mehrmals mit Samir Habibovic darüber gesprochen und er sagte mir, dass ich was an meiner Fitness machen müsste“, so Telschow. Doch erst in den letzten Monaten konnte der 20-Jährige das auch in die Tat umsetzen.

So habe er viel trainiert und sechs bis sieben Kilo abgenommen. Das blieb auch Habibovic nicht lange verborgen. „Ich habe Jonas neulich getroffen und ihm gesagt, dass ich ihn in dieser Verfassung auch gerne beim ASC gesehen hätte. Er hat wirklich ordentlich gearbeitet.“

„Bin so fit wie noch nie“

Was mit dem passenden Training möglich ist, zeigt sich derzeit auch in der Vorbereitung auf die neue Spielzeit. Acht Tore steuerte Telschow in den bislang fünf Testspielen bei. Dabei habe er das Gefühl, „dass zwar manchmal noch leichte Schmerzen auftreten, ich aber momentan wirklich so fit bin wie noch nie.“

Die aktuelle Form gilt es jetzt zu halten, denn in weniger als drei Wochen beginnt für den FC Brünninghausen die neue Westfalenliga-Saison mit dem Gastspiel bei Aufsteiger Rot-Weiß Deuten.

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„Wir wollen natürlich direkt am Anfang punkten. Auch Deuten wird nicht direkt mit einer Niederlage starten wollen. Wir sind also gefordert“, betont Telschow. Bereits am zweiten Spieltag empfängt der 20-Jährige mit seinen Kollegen einen der großen Aufstiegsfavoriten: den TuS Bövinghausen.

Doch auch das sei laut Telschow kein Grund zur Skepsis: „Wir sind gut drauf und das Spiel gegen Bövinghausen wird ein Spiel wie jedes andere auch. Wir wollen zusehen, dass wir uns von Anfang an von den Abstiegsrängen fernhalten. Alles andere müssen wir abwarten.“

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