SV Brackels neuer Angreifer: Ich wollte Wickede jeden Sommer verlassen

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Mehmet Erdogan verlässt Westfalia Wickede und schließt sich dem SV Brackel 06 an. Im Gespräch verrät der Stürmer, warum er den Klub trotz geringer Einsatzzeiten nicht früher verlassen hat.

Dortmund, Brackel

, 23.04.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der kommenden Spielzeit geht Mehmet Erdogan (26) für den Fußball-Landesligisten SV Brackel 06 auf Treffer- und Punktejagd. Der Stürmer wechselt vom Westfalenligisten Westfalia Wickede zum Team von SVB-Trainer Giovanni Schiattarella. In der Landesliga wolle Erdogan nach durchwachsenen Jahren in Wickede endlich wieder aufblühen.

In Brackel freut man sich auf den neuen Stürmer. Schiattarella sagte kürzlich im Gespräch mit dieser Redaktion: „Wenn es irgendwo noch einen originalen Neuner gibt, dann ist es Mehmet. Er ist ein ganz feiner Junge mit einer guten Intuition für Räume, der einen Mega-Abschluss hat.“

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Ein Abschluss, den Erdogan zuletzt in Wickede nicht mehr allzu häufig unter Beweis stellte. In der aktuellen Spielzeit absolvierte er 15 Spiele (840 Minuten), traf dabei vier Mal. Der Stürmer fand sich häufiger auf der Ersatzbank wieder, war mehr Ergänzungs- als Stammspieler.

„Wollte Wickede jeden Sommer verlassen“

„Ehrlich gesagt, wollte ich Wickede in jedem Sommer zuvor auch schon verlassen, da ich wenig Spielzeit bekommen habe. Ich habe mich aber jedes Mal doch wieder für die Jungs und für die Mannschaft entschieden, da in Wickede eine familiäre Atmosphäre herrscht“, so Erdogan, der seit der Saison 2017/18 für die Westfalia spielt.

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In diesem Sommer ist es schließlich soweit. Erdogan hat einen neuen Klub gefunden - den SV Brackel. Und das obwohl ihm auch ein Angebot aus der Westfalenliga vorlag. „Bei Giova (Spitzname Giovannia Schiattarella, Anm. d. Red.) bekomme ich aber wieder das Vertrauen, das ich brauche. Da weiß ich auch, dass ich spiele“, sagt der Kicker.

Das Vertrauen vom Umfeld sowie dem Trainer und viel Spielpraxis seien für den 26-Jährigen wichtig, um auf „120 Prozent zu kommen“. „Ich bin ein Kopfmensch“, gibt Erdogan zu, dessen Vorbild in der Jugendzeit der schwedische Topstürmer Zlatan Ibrahimovic gewesen sein. Sein Spielstil erinnere allerdings eher an Thomas Müller. „Er ist zwar kein Vorbild für mich, aber er macht die Tore so wie ich“, sagt Erdogan über den FCB-Star.

Goldene Zeiten in Kemminghausen

Erdogans großes Ziel ist es, wieder an alte, goldene Zeiten anzuknüpfen wie einst beim VfL Kemminghausen, für den er bis zur Saison 2015/16 unter anderem unter Schiattarella gekickt hat. „In meiner ersten Saison in der Bezirksliga habe ich für Kemminghausen 20 Tore geschossen. Das war die Aufstiegssaison. In der darauffolgenden Landesliga-Saison habe ich 16 Tore geschossen“, erzählt der Angreifer.

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Beim Lüner SV (Saison 2017/18), zu dem Erdogan dann wechselte, lief es nicht wie gewünscht. Erdogan musste eine sechsmonatige Sperre abbrummen, die er sich noch im VfL-Trikot einhandelte. „Ich war damals zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort. Mein erstes Spiel für den LSV habe ich erst im Dezember gemacht“, sagt der Stürmer. Eine Spielzeit später ging es so nach Wickede.

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Mit dem SV Brackel verbindet Erdogan seine Jugendzeit. In der Jugend habe der Stürmer etliche Tore schon für den SVB erzielt. Daran will er anknüpfen. „Ich will auf jeden Fall oben mitspielen. Über den Aufstieg zu sprechen, wäre aber ein bisschen zu euphorisch“, so der Neuner abschließend.

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