Sportgericht sperrt Pascal Königs: Wie lange und warum der Bövinghauser Keeper zuschauen muss

dzTuS Bövinghausen

Pascal Königs hatte schon mit dem Gedanken gespielt, aufzuhören. Doch der Bövinghauser Torhüter liebt den Sport zu sehr. Spielen darf er allerdings vorerst nicht - wegen einer Sperre.

Dortmund

, 22.08.2019, 04:22 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war eine Rote Karte der besonderen Art. Pascal Königs, Torhüter vom TuS Bövinghausen, hatte beim Hecker-Cup-Spiel gegen den FC Brünninghausen laut Klub-Angaben gar nicht auf dem Spielberichtsbogen gestanden - und trotzdem den Platzverweis kassiert. Er selbst hatte beteuert, nichts gesagt zu haben. Das Schiedsrichterteam hatte aber ohnehin keine Beleidigung, sondern einen Mittelfinger notiert.

Grob unsportliches Verhalten in zwei Fällen

Wie Königs auf den Spielberichtsbogen kam - nach Angaben von Pokalspielleiter Gisbert Dankowski war er als Torwarttrainer eingetragen - war für die Sportgerichtssitzung am Mittwochabend unerheblich. Entscheidend war, was ihm vorgeworfen wurde.

Und das war nach Informationen dieser Redaktion grob unsportliches Verhalten in zwei Fällen. Einmal der Mittelfinger in Richtung des Schiedsrichter-Assistenten im Spiel gegen Brünninghausen. Und zwei Tage später noch eine Unsportlichkeit gegen einen Schiedsrichter-Beobachter. In beiden Fällen wurde Königs verurteilt. Für den Mittelfinger verhängte das Sportgericht drei Monate Sperre, für das zweite Vergehen einen Monat.

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Die insgesamt viermonatige Sperre wurde rückwirkend vom ersten Vergehen am 24. Juli verhängt. Das heißt: Königs ist noch bis zum 24. November 2019 gesperrt, fehlt damit fast die komplette Hinrunde. Lediglich das Auswärtsspiel beim SSV Buer am 1. Dezember sowie das Heim-Derby gegen den Hombrucher SV könnte Königs bestreiten, ehe die Rückrunde beginnt.

Bövinghausen akzeptiert das Urteil

„Wir haben das Urteil akzeptiert“, sagte TuS-Chef Ajan Dzaferoski am Mittwochabend. Königs bleibe dem Verein erhalten. Der 33-Jährige hatte nach dem Platzverweis damit geliebäugelt, die Handschuhe endgültig an den Nagel zu hängen. In den vergangenen neun Jahren hat Königs bei 19 Vereinen mittrainiert.

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Die Sportgerichtssitzung war in Bövinghausen mit Spannung erwartet worden, weil zu befürchten war, dass sich Stamm-Torhüter Patrick Kunz beim 2:5 im Westfalenpokal gegen den DSC Wanne-Eickel einen Muskelfaserriss zugezogen haben könnte. Doch die Verletzung stellte sich lediglich als Verhärtung heraus - Kunz stand beim 4:2-Heimsieg gegen Viktoria Resse schon wieder zwischen den Pfosten und war ein Garant für den Erfolg.

Konkurrenz für Kunz ab Herbst

Echte Konkurrenz wird Kunz also erst im Winter bekommen. Dann, wenn Pascal Königs endlich für Bövinghausen spielberechtigt ist.

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