Sportgericht hat über Türkspors Hallen-Ausschluss entschieden

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Türkspor Dortmund sollte von den kommenden Hallenfußball-Stadtmeisterschaften ausgeschlossen werden. TSD wehrte sich gegen dieses Urteil, jetzt hat die nächste Instanz entschieden.

Dortmund

, 26.06.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Szenen vom feiernden rot-weißen Block in der Endrunde bei den Hallen-Stadtmeisterschaften Anfang des Jahres werden die meisten Amateurfußball-Fans noch vor Augen haben. Unvergessen bleibt aber auch die unschöne Szene aus der Zwischenrunde in der Halle Huckarde: Eine Person aus dem Türkspor-Fanlager rannte während der Partie zwischen TSD und dem Lüner SV aufs Feld und ging den LSV-Torwart an.

Die spielleitende Stelle bei der Stadtmeisterschaft entschied sich damals dazu, Türkspor von den kommenden Stadtmeisterschaften auszuschließen - inklusive einer 500 Euro-Strafe. Das sah TSD allerdings nicht ein und legte Beschwerde ein.

Beschuldigter Fan ist kein Mitglied bei Türkspor Dortmund

Die spielleitende Stelle änderte ihre Meinung aber nicht und so wanderte der Fall vor den Kreisvorstand, aber: „Auch für uns war die Entscheidung so richtig“, erzählt Kreisvorstand Jürgen Grondziewski. Türkspor hatte damals argumentiert, dass der Mann, der aus dem TSD-Block aufs Feld gelaufen ist, kein Mitglied bei Türkspor, sondern beim Dorstfelder SC sei. Das habe für Grondziewski und seine Kollegen damals aber keine Rolle gespielt, Dorstfeld habe an diesem Tag der Stadtmeisterschaften gar nicht mehr gespielt. Außerdem könne ein Spieler auch Fan eines anderen Vereins sein.

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Volker Schneeloch, stellvertretender Vorsitzender im Kreisfußballausschuss, erklärte damals, warum Türkspor für das Verhalten des Mannes zur Rechenschaft gezogen wurde: „Es steht explizit in der Rechts- und Verfahrensordnung, dass die Vereine für Personen und Zuschauer haften, die dem Klub optisch zuzurechnen sind.“

Türkspor Dortmund muss die Verfahrenskosten tragen

Auch gegen diese Entscheidung legte Türkspor Beschwerde ein, die Entscheidung landete so vor dem Sportgericht und das hat in der vergangenen Woche über „die Rechtmäßigkeit dieses Vorgangs entschieden“, erklärt Grondziewski. Dabei wurde der Antrag auf eine sportgerichtliche Entscheidung zurückgewiesen.

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„Damit ist das ganze jetzt auch endgültig, dagegen gibt es auch keine Rechtsmittel mehr, somit ist das Verfahren endgültig abgeschlossen“, so Grondziewski. Türkspor muss zusätzlich zur 500 Euro-Strafe die Kosten des Verfahrens in Höhe von 49,59 übernehmen.

Auf Anfrage dieser Redaktion wollte sich Türkspor Dortmund nicht zur Entscheidung des Sportgerichts äußern. Eines steht aber fest: Die nächsten Dortmunder Hallenfußball-Stadtmeisterschaften werden ohne Türkspor Dortmund stattfinden.

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