Spielabbruch: Jugendfußballer verliert Bewusstsein - Rettungshubschrauber landet auf Platz

dzFußball

Bei einem A-Jugend-Spiel in Dortmund ist es zu üblen Szenen gekommen. Ein Spieler hatte das Bewusstsein verloren. Ein Rettungshubschrauber musste kommen. Es gibt aber auch eine gute Nachricht.

Dortmund

, 12.09.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schlimme Szenen bei einem A-Jugend-Fußballspiel am vergangenen Sonntag in Dortmund: Ein Spieler hatte das Bewusstsein verloren, lag minutenlang auf dem Platz, spuckte Blut. Ein Krankenwagen und ein Rettungshubschrauber waren schnell vor Ort. Aber was war überhaupt genau passiert?

Es lief die zweite Halbzeit der A-Jugend-Partie zwischen dem VfR Sölde und dem Dorstfelder SC. Ein Stürmer der Gäste und ein Verteidiger der Sölder stiegen zum Kopfball hoch, dann passierte es. Die beiden Kicker knallten mit ihren Köpfen zusammen, der Spieler der Dorstfelder verlor noch in der Luft das Bewusstsein.

„Er ist dann auf den Boden geklatscht und war völlig weggetreten“, beschrieb Dorstfeld-Trainer Christopher Grabowsky die Szene. Der Unparteiische brach das Spiel vorzeitig ab.

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Aus dem Mund des Spielers sei Blut gelaufen, zudem krampfte der Kicker auf dem Boden, war zunächst überhaupt nicht ansprechbar. Neben Grabowsky war auch Söldes Trainer Daniel Limberg auf den Platz gelaufen. Limberg, der im Krankenhaus arbeitet, leistete Erste Hilfe. „Wir haben ihn erst einmal in die stabile Seitenlage gebracht. Ich habe seinen Kopf geschient und ihm gut zugeredet“, sagte Limberg.

Krankenwagen und Hubschrauber kommen

In der Zwischenzeit hatte Patrick Kunze, Sportlicher Leiter der Sölder, schon den Krankenwagen gerufen. Sogar ein Rettungshubschrauber landete auf dem Platz der Sölder. Alle Beteiligten hatten große Mühe, in dieser Situation die Fassung zu behalten. Spieler und Mitspieler sanken zu Boden.

Grabowsky: „Das sah alles schon sehr krass aus. Wir dachten, dass er vielleicht stirbt. Wir haben ja auch viele muslimische Spieler in unserem Kader. Sie haben gebetet. Alle Leute hatten Angst, manche haben geweint“, sagte der Dorstfelder Coach.

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Der Notarzt, der schließlich eintraf, übernahm die Erstversorgung. Als Krankenwagen und Hubschrauber eintrafen, seien auch alle Beteiligten ruhiger geworden. Nach und nach erlang der Spieler sein Bewusstsein zurück, war später auch wieder etwas ansprechbar.

Nach der Erstversorgung- und Untersuchung entschloss sich der Rettungsdienst, den Spieler mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus zu bringen. Dort erfolgten weitere Untersuchungen. Der Spieler blieb über Nacht im Krankenhaus, ist mittlerweile aber schon wieder draußen.

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„Es ist zum Glück nicht ganz so schlimm wie befürchtet“, berichtet Christopher Grabowsky. Der Spieler habe eine schwere Gehirnerschütterung erlitten, zudem eine Rippenprellung. Der Verdacht eines Schädel-Hirn-Traumas bestätigte sich nach diversen Untersuchungen hingegen nicht.

Der Spieler befinde sich auf dem Weg der Besserung. Mit seiner Mannschaft habe der Dorstfelder Coach die Szene noch einmal angesprochen. Am Sonntag trifft Dorstfeld auf den TV Brechten. Der verletzte Spieler kommt natürlich noch nicht wieder zum Einsatz.

Die abgebrochene Partie in der Kreisliga der A-Junioren zwischen dem VfR Sölde und des Dorstfelder SC wird am 22. September um 18.30 Uhr nachgeholt.

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