Spektakuläre zweite Halbzeit: Gahmen schlägt Ay Yildiz Derne deutlich und kommt weiter

dzHallenfußball-Stadtmeisterschaft

Die SG Gahmen schafft es dank eines 7:3-Sieges in den Finaltag. Den erreichte Westfalia Wickede im Schnelldurchlauf - zufrieden war Trainer Alexander Gocke allerdings nicht.

Dortmund

, 11.01.2020, 09:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Anspannung löst sich. Zum ersten Mal weicht der ganz emotionale, brüllende Jubel einem verschmitzten Lächeln. Zum ersten Mal ist auch eine Siegerfaust zu erkennen. Die Spieler der SG Gahmen, die nicht für den Endrunden-Kader der Dortmunder Hallenfußball-Stadtmeisterschaft nominiert sind, können sich allmählich sicher sein: Die Lüner sind auch am Endrunden-Samstag, am Finaltag mit von der Partie.

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Soeben hatte Onur Cirak das 7:3 für die SGG erzielt. 18 von 20 Minuten waren da gespielt im abschließenden Gruppenspiel gegen Ay Yildiz Derne – die endgültige Entscheidung. Dass das Endspiel um das letzte zu vergebene Finaltag-Ticket der Gruppe 2 so ein deutliches Ende finden würde, ahnte zur Pause noch niemand.

Junge Derner Mannschaft zu nervös

In einem offenen Schlagabtausch hatten die beiden offensivstarken A-Ligisten immer die Antwort auf einen Treffer des Kontrahenten gefunden. Mit einem 2:2 ging es in die Pause, keine zwei Minuten nach Wiederanpfiff führte Gahmen plötzlich 4:3 – und sollte nun den entscheidenden Lauf starten. „Das ist ein geiles Gefühl, unglaublich. Wir sind so motiviert. Ich hoffe, es geht so weiter“, sagt der starke Gahmener Halil Elitok.

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„Ich fand uns nicht so toll. Wir haben nicht das gespielt, was wir können und in der Vor- und Zwischenrunde auf den Platz gebracht haben“, sagte Dernes Trainer Yasin Yanik. Die Disziplin habe gefehlt, zudem habe auch die Nervosität bei seiner in Teilen jungen Mannschaft eine Rolle gespielt. „Nichtsdestotrotz sind wir stolz, was diese jungen Spieler auf den Platz gebracht haben“, so Yanik.

„Kein überzeugender Auftritt“ von Westfalia Wickede

Dass es im Duell der beiden Liga-Konkurrenten überhaupt direkt um die Endrunde ging, lag am erfolgreichen Auftritt von Westfalia Wickede. Der Westfalenligist setzte sich gegen das Duo jeweils knapp durch und erreichte als Gruppenerster das Viertelfinale. Überzeugt hat die Westfalia allerdings nicht vollends. Gegen Gahmen lag Wickede zur Pause sogar 0:2 zurück, sicherte sich vor allem deshalb noch den 4:3-Sieg, weil Gahmen sich nun leichtfertige Fehler im Aufbauspiel leistete und die Schwarz-Weißen diese eiskalt bestraften.

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„Wir haben tatsächlich sehr schwer ins Turnier gefunden. Wir müssen von Anfang an den Ball viel schneller laufen lassen und den Gegnerdruck erhöhen. Das ist uns in der ersten Halbzeit gegen Gahmen überhaupt nicht gelungen“, sagte Wickedes Trainer Alexander Gocke.

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Gegen Ay Yildiz zeigte das Gocke-Team insgesamt eine bessere Leistung, ging mit 2:0 in Führung. Neuzugang Kaniwar Uzun erzielte spät den dritten Wickeder Treffer, der den 3:2-Erfolg und den Gruppensieg sicherte. „Kein überzeugende Auftritt“, betonte Alexander Gocke erneut. Westfalia Wickede hat im Viertelfinale mit Bezirksligist Türkspor Dortmund eine unangenehme Aufgabe erwischt. Gahmen dürfte gegen Westfalenligist BSV Schüren nicht chancenlos sein.

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