Sieber krönt tolles Jahr mit Dressur-Bronze in Stuttgart

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Die 21-jährige Dortmunderin Kirsten Sieber war mit ihrem Charly beim 26. German Masters, dem hochkarätigsten deutschen Spring- und Dressurturnier, in der Stuttgarter Hanns-Martin-Schleyer-Halle erneut erfolgreich.

DORTMUND

24.11.2010, 12:13 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein tolles Paar: das Dortmunder Dressur-Ass Kirsten Sieber und ihr treuer Charly.

Ein tolles Paar: das Dortmunder Dressur-Ass Kirsten Sieber und ihr treuer Charly.

Aus insgesamt 40 Paaren, die sich Anfang des Jahres dem Auswahlgremium unter Leitung der Bundestrainer Holger Schmezer, Johnny Hilberath und Jürgen Koschel in Warendorf in einem dreitägigen Auswahlverfahren stellten, wurden 18 Reiter/innen ausgesucht, die sich in vier Turnieren in der Freiluftsaison über das Jahr für das Finale in Stuttgart qualifizieren konnten. Das Dortmunder Paar hatte sich als Punktbeste der acht Qualifikanten durchgesetzt, in Stuttgart wurde es seiner Favoritenrolle gerecht. Mit einem 2. Platz in der ersten Wertungsprüfung und Bronze im Finale bestätigte Kirsten Sieber ihre Ausnahmestellung in der deutschen Grand Prix U25-Szene.

„Das Teilnehmerfeld und das Niveau waren sehr stark. Jeder der acht Finalisten konnte sich einen Platz auf dem Podest erkämpfen. Es war klar, dass die Tagesform entscheiden würde. Leider ist uns in der Finalprüfung ein kleiner Patzer unterlaufen. Damit konnte ich die beiden Führenden nicht mehr einholen“, sagte Kirsten Sieber, war aber dennoch mit ihrem Charly hochzufrieden. Sieber krönte mit ihrem Bronzeplatz im Finale ein höchst erfolgreiches Jahr. Mit zehn Siegen und hohen Platzierungen in Grand Prix und Grand Prix Special in dieser Saison schraubte sie ihre Gesamtbilanz auf 43 Siege in Dressurprüfungen der schweren Klasse S – und das in ihrem Premieren-Jahr in der Seniorenklasse.

Die Berufung als jüngstes Mitglied mit 21 Jahren in den Perspektivkader der deutschen Dressurreiter ist für Bundestrainer Holger Schmezer die Bestätigung für ihre Leistungen: „Kirsten ist jung, ehrgeizig, hochtalentiert und hat eine Topeinstellung zum Leistungssport und Beruf.“ Zusätzlich zum Sport schloss sie in diesem Jahr ihre Ausbildung zur Bankkauffrau ab und nahm zum Wintersemester neben dem Beruf noch ein Studium auf. „Das muss man erstmal unter einen Hut bringen“, zollt ihr Trainer Klaus Balkenhol Respekt.

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