Schwitzen in Barcelona: Steven Orlowski überzeugt mitten auf der Prachtstraße La Rambla

Leichtathletik

Ein Halbmarathon wie ein Urlaub - Steven Orlowski von der LGO reiste auf die iberische Halbinsel und feierte bei tollem Wetter eine Leistungsexplosion. Nur einen Rekord verpasste er knapp.

Dortmund

, 23.02.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Steven Orlowski wird immer schneller.

Steven Orlowski wird immer schneller. © Johannes Kratz

Steven Orlowski (LG Olympia) hatte die große Uhr fest im Blick, als er auf Barcelonas Prachtstraße La Rambla beim schnellsten Halbmarathon der Welt dem Ziel entgegenstrebte.

„Als ich merkte, dass eine Zeit unter 1:05 noch möglich war, habe ich noch einmal alles gegeben“, erinnert er sich, und sein Einsatz lohnte sich. Nach erstklassigen 1:04:50 Stunden beendete er das Rennen, qualifizierte er sich für den Halbmarathon-Europa-Cup im August in Paris und drückte seine bisherige Bestmarke um rund vier Minuten.

Den Kreisrekord verpasste er nur knapp

„Ich habe mich riesig gefreut, denn damit hatte ich nicht gerechnet“, jubelte der lange LGOer. Ob er als Teil des deutschen Teams nominiert wird, lässt sich zurzeit noch nicht sagen, zuversichtlich ist er diesbezüglich aber.

Mit seiner Leistung verpasste er den 15 Jahre alten Kreisrekord von Jens Wilky nur um zwei Sekunden. „Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich diese zwei Sekunden noch irgendwo abgeknabbert“, bedauerte er.

Bei angenehmen 15 Grad Celsius bot das Rennen auf einem topfebenen Kurs beste Voraussetzungen. „Ich habe mich zu Beginn in einer Gruppe versteckt und habe mir dann gesagt: Schau‘ nicht auf die Uhr, renn‘ einfach.“

Bei der Zehn-Kilometer-Marke wurde er mit hervorragenden 30:19 Minuten gestoppt, eine Zeit, die ihm selbst in Rennen über diese Distanz noch nie gelungen war.

Er führt diese Leistungsexplosion auf die gegenwärtig vorlesungsfreie Zeit an der Uni zurück. „Ich kann mich zurzeit voll auf den Sport konzentrieren und habe keine Doppelbelastung“, erklärt der 23-Jährige.

Das kommende Wettkampfprogramm wird er noch mit Trainer Pierre Ayadi abstimmen. „Vielleicht einen schnellen Halbmarathon, ansonsten werde ich sicher noch einige Zehner laufen.“

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