Saison abbrechen oder nicht? Dortmunder haben ihre Stimmen abgegeben

dzFußball

149 Verbandstag-Mitglieder durften bis zum 8. Juni über einen möglichen Saisonabbruch abstimmen. Nicht alle der sieben Dortmunder Vertreter wollten verraten, wofür sie gestimmt haben.

Dortmund

, 08.06.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nicht mehr lange, dann ist endlich klar, ob die Fußball-Saison im Amateurbereich endgültig abgebrochen wird oder nicht. Am 9. Juni wird der Verbandstag des Fußball- und Leichtathletikverbands Westfalen (FLVW) seine Entscheidung bekanntgeben. Insgesamt 149 Mitglieder des Verbandstages haben ein Stimmrecht, aus dem Dortmunder Raum sind es sieben. Wir haben bei allen Dortmunder Vertretern nachgefragt, wie sie abgestimmt haben.

Hans-Walter von Oppenkowski, Vorsitzender im Ausschuss für Vereins- und Kreisentwicklung, hat dem Vorschlag des Verbands-Fußball-Ausschusses, die Saison abzubrechen, zugestimmt. Schon im Mai gab es eine Abstimmung unter den Mitgliedern der Ständigen Konferenz, an der von Oppenkowski teilnahm. Damals hatten sich alle Teilnehmer für einen Abbruch ausgesprochen.

Klare Tendenz in Richtung Saisonabbruch

Schon in der damaligen Situation hätte sich abgezeichnet, „dass zu Ende spielen fragwürdig ist“. Eine Einschätzung, an der sich bei von Oppenkowski nichts geändert hat. „Ein Weiterspielen wäre nach meiner Auffassung nicht glücklich.“ Außerdem müsse irgendwann ein Schlussstrich gezogen werden, um den Vereinen auch Planungssicherheit zu geben. Die Ungewissheit über ihre zukünftige Ligazugehörigkeit macht einigen Teams die Kaderplanung derzeit nicht gerade einfacher.

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Jürgen Grondziewski, Vorsitzender des Fußballkreises Dortmund, war aus persönlichen Gründen nicht zu sprechen. Er verwies nur kurz darauf, dass die Abstimmung ohnehin eine geheime ist. Wie Hans-Walter von Oppenkowski hatte aber auch Grondziewski an der Ständigen Konferenz teilgenommen und dort ebenfalls zuletzt für einen Saisonabbruch gestimmt.

Gisbert Dankowski, der stellvertretende Vorsitzende des Fußballkreises Dortmund, hat für einen Abbruch gestimmt. Die derzeitige Aufstiegsregelung im Falle eines Saisonabbruchs sei sehr fair. Die Lösung des FLVW gut ausgearbeitet. Als Lüner bedauere er es zwar, dass von mehreren Lüner Teams nur eines - BW Alstedde - aufsteigen werde, aber „die anderen haben eben zu wenig Punkte geholt“, sagt Dankowski, der früher selbst für den Lüner SV in der Bezirksliga kickte.

Situation bleibt trotz Lockerungen ungewiss

Michael Adel, Vorsitzender des Kreisleichtathletikausschusses, hat ebenfalls für einen Saisonabbruch gestimmt. Als Leichtathlet habe er sich im Vorfeld ohnehin dafür entschieden, sich entweder zu enthalten oder sich dem Verbands-Fußball-Ausschuss anzuschließen, erzählt er. Den Saisonabbruch bezeichnet er als „wohlüberlegt“. Die Saison zu unterbrechen sei die richtige Entscheidung gewesen, da überhaupt nicht absehbar war, wie sich die gesamte Situation entwickelt. Trotz der neuen Lockerungen sei die Situation aber auch heute noch ungewiss, weshalb er einen Saisonabbruch als sinnvollste Entscheidung ansieht.

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Andrea Bokelmann, Kreisgeschäftsführerin, wollte sich nicht zur Abstimmung äußern. Sie verwies - genauso wie Jürgen Grondziewski - darauf, dass die Abstimmung geheim ist. Auch Kreiskassiererin Silvia Behr wollte nicht verraten, wie sie abgestimmt hat. Pascal Sellung, Vorsitzender des Kreisfußballausschusses war weder am Sonntag noch am Montag erreichbar. Er reagiert auch auf Nachrichten nicht.

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