RW Germania steht in der Endrunde – Vizekapitän Raphael Meißner „warnt“ seine Mannschaft

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Die Endrunde der Dortmunder Hallenstadtmeisterschaft in der Körnig-Halle ist nicht nur für RW Germania etwas ganz Besonderes – Vizekapitän Raphael Meißner hat daher einen guten Ratschlag.

Dortmund

, 09.01.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Über 4000 Zuschauser passen in die Dortmunder Körnig-Halle. Für Amateurfußballer eine atemberaubende Kulisse – in deren Genuss jetzt auch die Fußballer von RW Germania kommen werden. Der Bezirksligist hat den Einzug in die Endrunde geschafft. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte. Und das musste gebührend gefeiert werden.

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„Die Party war wirklich extrem. Die hing mir gestern noch in den Knochen beim Training“, erzählt Germania-Vizekapitän Raphael Meißner am Mittwoch. Er wirkt ziemlich hochgestimmt. „Erfolge muss man eben feiern“, sagt Meißner. Dabei kennt er die Endrunden-Euphorie, stand mit Westfalia Huckarde schon vor einigen Jahren auf dem Kunstrasen der Körnig-Halle. Etwas, dass er vielen Mitspielern bei RW Germania voraushat.

RW Germania für Endrunde qualifiziert: Heftige Party gefeiert

Dementsprechend fiel dann eben auch die Party aus. Der Einzug in die Endrunde ist eine Premiere für den Verein. „Wir haben direkt in der Halle noch mit den Fans gefeiert, sind dann ins Vereinsheim weitergezogen und später noch in die Stadt“, so Meißner.

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Dabei sollte das Team aber gar nicht im Vordergrund stehen. „Wir haben uns als Mannschaft belohnt. Aber viel wichtiger ist doch, wie glücklich unser Vorstand und die Fans darüber waren“, meint der RW-Vizekapitän. Aber wofür genau haben sich er und seine Fußballkameraden belohnt?

RW Germania belohnt sich selbst

„Für das Riesenjahr“, folgt prompt die Antwort. RW Germania sicherte sich 2019 nach einer fulminanten Saison in der Kreisliga A den Aufstieg in die Bezirksliga, überwintert da auf dem dritten Platz. „Wir haben eine Riesenhinrunde gespielt“, sagt Meißner. Dinge, die wohl mit zur guten Party nach dem Einzug in die Endrunde der Dortmunder Hallenstadtmeisterschaften beigetragen haben.

Als die Qualifikation durch war und die Mannschaft im Siegestaumel vor den mitgereisten Fans in der Halle Nord ihren Triumph feierten, hatte Meißner aber auch schon gleich eine positive Warnung parat.

Körnig-Halle als Sehnsuchtsort

„Direkt als wir gejubelt haben, habe ich den Jungs gesagt: Ihr wisst noch gar nicht, was wir erreicht haben“, so Meißner. „Zum einen für den Verein und zum anderen, was sie in der Körnig-Halle erleben werden“, meint der torgefährliche Defensivspieler (vier Treffer). Sein Ratschlag an seine Kollegen: „Wir sollten uns gar nicht viel vornehmen – sondern einfach nur die Belohnung abholen für das vergangene Jahr.“

Raphael Meißner ist wichtig für RW Germania

Mit 26 Jahren gehört er zu den erfahrenen Spielern, trug in der Hinrunde auch öfter mal die Binde. Auf dem Großfeld ist er für den Spielaufbau aus der eigenen Hälfte zuständig, glänzt mit dieser Übersicht auch in der Halle. „Er versteht das Hallenspiel sehr gut“, sagt Germania-Coach Alexander Schwarz über seinen verlängerten Arm in der Defensive. „Er ist beidfüßig und kann den Moment sehr gut abpassen, ob er nach vorne geht oder hinten bleibt“, so der Trainer.

Meißner weiß um seine Stärken – und wie er sie am besten mit RW Germania verknüpft. „Hintenheraus zu spielen zeichnet uns aus in der Halle“, sagt er. Der Verteidiger geht gerne mal mit vor das gegnerische Tor, ist hungrig. „Auf dem Platz draußen kann ich mir das ja nicht erlauben. Deswegen versuche ich mir die Treffer in der Halle wiederzuholen“, so Meißner und lacht dabei. Irgendwo in ihm steckt sie, diese Gier nach Toren – und auf dem kleineren Feld in der Halle kann er sie befriedigen. Zum Glück von RW Germania.

RW Germania in der Endrunde: „Wir können den nächsten Tag schaffen“

In der Endrundengruppe will er auch einnetzen, trifft auf den Favoriten TuS Bövinghausen und Ligakonkurrent Mengede 08/20. Auf dieses Derby freue er sich besonders. Kein Druck dabei für Meißner und RW Germania. Dennoch: „Wir können den nächsten Tag schaffen“, sagt er. Den größten Sieg hat er bereits errungen. „Dass wir überhaupt in der Körnig-Halle sind, ist etwas ganz Besonderes. Ein Bonus“, so Meißner – und den gilt es zu genießen. maho

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