RW Barop steht vor ungewisser Zukunft - und hat ein Problem im Tor

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Ursprünglich waren bei Rot-Weiß Barop personell nur punktuelle Veränderungen geplant. Nun steht beim A-Ligisten aber ein großer Umbruch zu Buche. Zudem gibt es Ärger auf der Torhüterposition.

Dortmund

, 05.07.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sowohl der Sportliche Leiter Olaf Muschal als auch Trainer Frank Eigenwillig sind beim A-Ligisten Rot-Weiß Barop erst seit kurzer Zeit im Amt. Die ursprünglichen Pläne müssen allerdings schon frühzeitig ad acta gelegt werden. Das hängt nicht zuletzt mit einem Wechsel zusammen, der für den Verein äußerst überraschend kam und in seiner Art und Weise für Ärger beim Trainer sorgte.

Erst seit diesem Sommer ist Frank Eigenwillig Trainer bei den Baropern. Den Start hätte er sich dabei deutlich einfacher vorgestellt: „Die Situation ist aktuell natürlich denkbar ungünstig. Und obwohl wir es anders geplant hatten, gab es bei uns jetzt doch einen großen personellen Umbruch. Wir haben eine fast komplett neue Mannschaft. Das macht es nicht so einfach.“

Stammtorwart wechselt kurzfristig

18 Neuzugängen stehen 10 Abgänge gegenüber. Aber ein Wechsel sorgte im Verein für besonderes Unverständnis und auch eine gehörige Portion Ärger. Anders als geplant, hat kurzfristig auch der eigentlich als Stammtorwart vorgesehene Maurice Pascal Klettke die Rot-Weißen in Richtung des VfL Hörde verlassen - zum Leidwesen der Baroper.

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„Wir haben fest mit ihm auf der Torwartposition geplant und er hatte uns auch mehrfach seine Zusage für die neue Saison gegeben. Vor knapp zwei Wochen hat Maurice sich dann allerdings einfach per WhatsApp abgemeldet und uns mitgeteilt, dass er nach Hörde wechselt. Diese Art und Weise ist natürlich nicht in Ordnung“, unterstreicht Eigenwillig.

Abgang reißt „schmerzhafte Lücke“

Klettke bestätigte, dass es die Anfrage aus Hörde schon früher gegeben habe, er zunächst allerdings in Barop bleiben wollte. Sein kurzfristiger Abgang habe daher vor allem sportliche Gründe: „Ich habe gesehen, dass viele gute Spieler Barop verlassen und habe mich deshalb dazu entschlossen, zum VfL zu wechseln. Ich kenne in Hörde viele Spieler bereits aus früheren Jahren und glaube, dass ich dort eine neue sportliche Herausforderung finden kann“, so Klettke.

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Bei den Verantwortlichen in Barop ist daher nun Kreativität gefragt. „Der Abgang reißt eine schmerzhafte Lücke. Wir haben zuvor mehreren guten Torhütern abgesagt, weil wir fest mit Maurice gerechnet haben. Jetzt müssen wir natürlich schauen, wie wir mit der Situation umgehen“, so Eigenwillig, der gleichzeitig aber auch betont: „Wir werden eine Lösung finden.“

Aufgrund des enormen Umbruchs und der derzeit ungewissen Zukunft bleibt der Übungsleiter aber auch mit Blick auf die neue Saison eher zurückhaltend. „Es wird ein Schuss ins Blaue. Momentan ist es sehr schwer einzuschätzen, wo es hingehen kann“, erklärt der Trainer.

Mittelfristiges Ziel bleibt der Aufstieg

Man habe viele Leute dazugeholt und gehe insgesamt mit 27 oder 28 Spielern in die Vorbereitung. Diese soll endgültig am 21. Juli beginnen. Laut Eigenwillig sei es derzeit schwierig, die einzelnen Spieler punktgenau zu beurteilen.

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„Das macht es allerdings auch interessant. Ich bin zwar jetzt schon lange als Trainer im Fußball dabei, aber einen solchen Start habe ich auch noch nicht erlebt.“ Schlussendlich wolle man mit einem Kader von knapp 22 Spielern in die Saison gehen. Das mittelfristige Ziel von Rot-Weiß Barop bleibe laut Eigenwillig derweil nach wie vor der Aufstieg in die Bezirksliga.

Besonders problematisch sei momentan allerdings die anhaltende Ungewissheit. „Im Amateursport ist es ähnlich wie bei den Profis. Wenn man kein Ziel hat, auf das man hintrainieren kann, dann verliert man irgendwann die Motivation“, so Eigenwillig. Deshalb hoffe er, dass es bald eine endgültige Entscheidung zum Spielbetrieb gibt. Momentan rechne er mit einem Saisonstart im September.

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