Zwei Ecken, zwei Tore: Türkspors offensiver Defensivmann wird Spieler des Spieltags

dzSpieler des Spieltags

Knapp 400 Stimmen wurden abgegeben - am Ende setzte sich Türkspor Dortmunds Abwehrmann zum Spieler des Spieltags durch. Eine Auszeichnung, die er nicht zum ersten Mal erhielt.

von Dennis Winterhagen, Patrick Radtke

Dortmund

, 22.02.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach einer Ecke prallt der Ball hin und her, Chaos im Strafraum Brambauers. Der, der den Überblick behält, ist ausgerechnet ein Defensivspieler. Mit einem satten Linksschuss aus fünf Metern lässt er Brambauers Keeper in der achten Minute keine Abwehrchance.

Doch damit nicht genug: Unmittelbar vor der Pause lässt er seinen zweiten Streich folgen. Erneut segelt der Ball von der rechten Eckfahne in den Strafraum. Umringt von fünf (!) Gegenspielern steigt am höchsten und köpft schulbuchmäßig zum 2:0 ein.

34 Prozent für Türkspor Dortmunds Abwehrspieler

Beinahe wäre dem Viktor Siljeg sogar noch ein dritter Treffer gelungen - und wie soll es anders sein - war wieder ein Eckball der Ausgangspunkt. In der 32. Minute schnappte sich Siljeg in der 32. Minute den Abpraller vom Torwart, bekam diesmal aber seine Füße nicht so ganz sortiert und den Ball so nicht im Tor unter.

Das Abstimmungsergebnis.

Das Abstimmungsergebnis. © Radtke, Patrick

Doch trotz dieses kleinen Makels ist die Wahl zum Spieler des Spieltags mehr als verdient. 396 Stimmen wurden bis Freitag, 16 Uhr abgegeben. 34 Prozent hiervon fielen auf Siljeg, der sich somit vor Marc Wiegand von der DJK TuS Körne (25 Prozent) und Kaan Akkus (Türkspor Dortmund, 15 Prozent) durchsetzte. Alle weiteren Akteure waren weit abgeschlagen.

Viktor Siljek: „Zwei Mal kam der Ball perfekt zu mir“

Für Siljeg ist die Wahl zum Spieler des Spieltags kein neues Gefühl, schon zum zweiten Mal bekam er die Auszeichnung. „Sehr schön, dass ich nun schon zum zweiten Mal Spieler des Spieltages geworden bin“, meint er. Gerade gegen Brambauer, die als Tabellenneunter mit nur 22 Gegentoren die zweitbeste Abwehr der Liga stellen, war seine Offensivstärke nach Standardsituationen spielentscheidend. „Ein defensiv sehr guter Gegner“, wie auch Siljeg findet.

Bei seinen beiden Treffern, wäre „natürlich auch Glück“ dabei gewesen. „Zwei Ecken von rechts und zwei Mal kam der Ball perfekt zu mir“, berichtet der 27-jährige Innenverteidiger, der bereits in der ersten slowenischen sowie in der zweiten kroatischen Liga vor den Ball trat.

Seinen letzten Sieg in der Abstimmung feierte er nach einem 3:0-Sieg über den VfL Kemminghausen.

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