Radikaler Umbruch bei Phönix Eving: 32 Neuzugänge aus zwei Vereinen

dzFußball-Kreisliga A

Der Aufstieg kam für Phönix Eving zu spät. Viele Spieler hatten sich bereits neue Teams gesucht. Der Flut an Abgängen wirkt der Verein nun mit 32 Neuzugängen entgegen - von nur zwei Vereinen.

Dortmund

, 21.06.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für die Verantwortlichen der SG Phönix Eving müssen die vergangenen Wochen eine Achterbahnfahrt der Gefühle gewesen sein. Erst hieß es, in der Kreisliga B3 werde es nach dem Saisonabbruch mit dem BV Braumbauer II nur einen Aufsteiger geben. Bei Phönix Eving sorgte das für Unverständnis. Als „eine Katastrophe“ bezeichnete der Phönix-Vorsitzende Christian Nurk die Aufstiegsregelung. Seit dem 16. Juni steht allerdings fest: Auch die SG darf aufsteigen. Doch der Verein steht vor einem radikalen Umbruch. Wie geht es also weiter mit dem neuen A-Ligisten?

Viele Spieler hatten mit einem Aufstieg der SG Phönix Eving gar nicht mehr gerechnet. Die Folge: Eine größere Zahl hatte den Verein bereits frühzeitig verlassen, um einen Wechsel in eine höhere Liga zu vollziehen. „13 Spieler haben sich schon abgemeldet“, sagt Christian Nurk. „Viele sagen aber, ‚Mist, jetzt sind wir doch noch aufgestiegen‘.“ Vor einiger Zeit hatte er bereits alle Spieler angeschrieben und gebeten, noch abzuwarten. Doch einige konnten nicht mehr warten.

„Man wächst ja mit seinen Herausforderungen“

„Sie haben uns nicht die Chance gegeben, zu gucken, was noch passiert“, sagt Nurk über die Abmeldungen. Womöglich werden sich nun noch mal einige Spieler Gedanken machen, doch bei Phönix Eving zu bleiben, vermutet der Vorsitzende. „Aber wir planen nicht mit denen“, stellt er klar. Ein paar Spieler bleiben der ersten Mannschaft jedoch erhalten. Wie viele es am Ende werden, sei schwer abzuschätzen. Aktuell sehe es aber danach aus, dass fünf bis acht Spieler bleiben.

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Sorgen um einen zu kleinen Kader muss sich bei der SG aber niemand machen. Denn der Tabellenzweite der Kreisliga B3 hat bereits 32 Spieler für die kommende Saison verpflichtet. 16 Spieler kommen von Ay Yildiz Derne II - plus Trainer Fatih Janik. Die zweite Mannschaft von Ay Yildiz Derne spielte zuletzt in der selben Staffel wie Phönix Eving, wurde Fünfter und hatte eine der gefährlichsten Offensiven der Liga (81 Tore).

Sie alle werden ihren Platz in der ersten Mannschaft der SG haben, erklärt Nurk. Dass das Team in der Kreisliga A nicht alles in Grund und Boden schießen wird, ist ihm klar. „Das ist jetzt nicht das Kreisliga-A-Riesenniveau“, gibt er selbst zu. Aber erst mal ist das Ziel ohnehin der Klassenerhalt und der sei mit der Mannschaft definitiv machbar. „Und man wächst ja auch mit seinen Herausforderungen.“

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In welcher Kreisliga-A-Staffel Phönix Eving spielen wird, steht noch längst nicht fest. Wenn es nach Nurk geht, wäre die erste Staffel aber die bessere für sein Team. „Wenn man sportliche Sicherheit haben will, ist die A1 besser. Da ist der angestrebte Klassenerhalt vielleicht leichter“, erklärt er. Allerdings gebe er dem Trainer nur eine Empfehlung, entscheiden müsse der letztendlich.

Derweil bekommt auch die zweite Mannschaft von Phönix Eving zahlreiche Neuzugänge, die sich bestens kennen. Denn von den SF Hafenwiese kommen ebenfalls 16 Spieler plus Trainer Sezgin Basaran. Die erste Mannschaft von Hafenwiese verpasste nur knapp den Aufstieg aus der Kreisliga C1. Die 16 Spieler sollen in Zukunft die Zweitvertretung von Phönix Eving bilden.

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Hinzu kommen noch einige Spieler, „eine alteingesessene Truppe“, wie Nurk sie nennt. Aus diesen Spielern werde sich eine dritte Mannschaft bilden. „Stand jetzt gehen wir mit drei Seniorenteams ins Rennen“, so Christian Nurk. Weitere Neuverpflichtungen schließt er jedoch nicht aus. Dank des Aufstiegs, so vermutet er, werden sich in naher Zukunft auch noch einige Spieler selbst beim Verein anbieten.

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