Phönix Eving II nach 0:36-Klatsche mächtig verkatert

Fußball: Kreisliga C

Im Handball ist man rasche Torfolgen gewohnt, im Basketball verändert sich das Ergebnis minütlich. Und während Sie diese Zeilen lesen, hat der TV Brechten II wieder zwei Treffer mehr auf dem Konto. Oder drei. Allerdings haben die Brechtener mit Hand- oder Basketball nichts am Hut. Das Team spielt Fußball in der Kreisliga C7 und hat dort am Sonntag die SG Phönix Eving II abgefertigt: mit 36:0.

DORTMUND

, 29.08.2017, 18:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Phönix Eving II nach 0:36-Klatsche mächtig verkatert

Viel mehr Bälle hätten auch die Betreiber von fussball.de nicht in die zweite Halbzeit quetschen können.

Unglaublich, aber doch wahr. 36 Tore in 90 Minuten, genauer gesagt in 82 Minuten. Denn mit dem Torreigen ließ sich die Elf von Trainer Aziz Abissan bis zur achten Minute Zeit. Mit dem 1:0 durch Julian Lemm war noch nicht abzusehen, was folgen sollte. „Dass wir so unter die Räder kommen, hätte vorher keiner gedacht. Schließlich haben wir am Spieltag zuvor noch souverän gewonnen“, erklärte Phönix-Coach Mario Ziebold.

Keine Gnade

Zur Pause hatte die Abissan-Elf das Ergebnis bereits auf 10:0 hochgeschraubt. Gnade mit dem Gegner? Keine Spur. „Ich habe den Jungs in der Pause gesagt, dass sie die Kugel weiter schnell laufen lassen und den Zuschauern was bieten sollen“, sagte Abissan. 26 Treffer folgten nach dem Seitenwechsel, allein ab der 80. Minute schlug der Ball ganze elf Mal im Kasten vom leidgeplagten Torhüter Andreas Dolski ein. Für einen Außenstehenden kaum vorstellbar.

Waren die Evinger auf dem Feld zu Salzsäulen erstarrt? Oder stand die Elf, ernüchtert vom Halbzeitstand, schon am Bierstand? Weder noch, aber Bier ist ein gutes Stichwort. „Viele von den Jungs waren nach dem BVB-Spiel am Vorabend noch in der Disko“, gibt Ziebold zu. Dass sich Fatih Bal verletzte, Kevin Lautenschläger in der Pause weg musste und es keine Auswechselspieler gab, tat sein übriges dazu.

Galgenhumor

Irgendwann nahm es Ziebold, der als Spielertrainer selbst auf dem Rasen stand, mit Galgenhumor: „Nach 20 Gegentoren fällt es einem leichter. Wir dachten am Ende, dass es mindestens 50 Treffer waren.“ Den anstrengendsten Job hatte indes Schiedsrichter Marvin Föllmann. „Mein Notizblock war am Ende voll, und einige Evinger haben gefragt, ob man das Spiel nicht vorher beenden könne. Aber der Phönix-Kapitän hat sein Team aufgefordert, bis zum Ende durchzuziehen.“

Auch Aziz Abissan hat irgendwann den Überblick verloren. Und ein wenig Mitleid mit dem Gegner, speziell mit Keeper Dolski, kann er auch nicht leugnen. Über das Torverhältnis muss er sich in den kommenden Wochen aber keine Sorgen mehr machen. Und Julian Lemm und Marcel Klocke, beide achtfache Torschützen, müssen jeweils eine Kiste schmeißen. Das hat Abissan bereits getan. Denn so ein Spiel erlebt man nicht allzu oft.

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