Patrick Sacher hat die Oberliga kennengelernt, eine EM gespielt und ist nun zurück in Brackel

Fußball in Dortmund

Beim Hecker-Cup fehlte Patrick Sacher plötzlich. Doch der 22-Jährige hatte einen Grund: Er war in Spanien bei der Universitäts-Europameisterschaft. Jetzt ist er zurück in Brackel und hat große Ziele.

Dortmund

, 30.07.2019 / Lesedauer: 3 min
Patrick Sacher hat die Oberliga kennengelernt, eine EM gespielt und ist nun zurück in Brackel

Patrick Sacher im Trikot seines neuen alten Vereins. © Folty

Der 22-jährige Stürmer Patrick Sacher, ist nach nur einer Saison, in die er für die Oberligisten FC Brünninghausen bzw. Holzwickeder SC kickte, wieder zum SV Brackel 06 zurückgekehrt.

Sechster bei der EM in Madrid

Der Student der Ruhr-Uni Bochum hat gerade eine Woche lang an der Europameisterschaft für Universitäten teilgenommen. Die Fußballmannschaft der Hochschule hatte sich als Deutscher Meister für die in Madrid stattfindende EM qualifiziert. Sacher und seine Teamkollegen hatten ein Mammutprogramm zu bewältigen. Sechs Spiele in nur acht Tagen standen auf dem Programm. Am Ende reichte es nach einer knappen 4:5-Niederlage gegen die Universität von Orleans zu einem sechsten Platz unter 20 Teilnehmern.

In der kommenden Saison will der talentierte Stürmer wieder beim Landesligisten SV Brackel angreifen. „Das Jahr in der Oberliga beim FC Brünninghausen und beim Holzwickeder SC war für mich kein verlorenes Jahr. Ich habe das höhere Niveau dort kennengelernt und meine Schlüsse daraus gezogen“, sagte Sacher.

Erst Stammspieler, dann Bankspieler

In Brünninghausen hatte der Angreifer nach einer Verletzung den Anschluss verloren und wechselte deshalb in der Winterpause nach Holzwickede. Dort hatte er zunächst einen Platz in der Startelf sicher und bestritt zwei Partien über 90 Minuten. Nach einer studienbedingten zweiwöchigen Auszeit musste sich Sacher auch beim HSC wieder auf die Reservebank begeben. „Ich habe den Wechsel in die Oberliga riskiert, bin dort aber nicht zu hundert Prozent angekommen. Der Wechsel war nicht zu früh, ich bin im vergangenen Jahr charakterlich gereift und auch härter geworden“, ergänzt Sacher.

Nach seinem Abschied aus Brackel riss der Kontakt zu seinem ehemaligen Trainer Giovanni Schiattarella nie ab. „Ein längeres Gespräch mit Giovanni hat mich zur Rückkehr bewogen. Ich habe mich beim SV Brackel immer wohl gefühlt und vor allem das familiäre Umfeld geschätzt“, nennt Sacher die Gründe für seine Rückkehr.

Klassenerhalt verspielt

Zudem ist Sacher auf Wiedergutmachung aus, da er Ende der Saison 2017/2018 auch zum Team gehörte, das am letzten Spieltag im direkten Duell gegen den FC Iserlohn den Klassenerhalt in der Westfalenliga verspielte.

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Neben dem anderen Rückkehrer Mirza Basic und Niklas Rybarczyk soll auch Sacher eine Führungsrolle innerhalb der Mannschaft übernehmen. „Die Qualität in der Mannschaft ist vorhanden, die Strategie des Trainers steht, das Gesamtpaket passt, wir wollen möglichst oben angreifen“, freut sich der 22-Jährige auf die kommende Spielzeit.

Auch beim Futsal aktiv

In der Abstiegssaison 2017/2018 traf Sacher in der Westfalenliga 15-mal für die Brackeler. „Diese Marke will ich natürlich übertreffen und auch als Vorbereiter in Erscheinung treten“, äußert sich der abschlussstarke Stürmer zu seinen persönlichen Zielen.

Auch in seiner Freizeit steht der Fußball fast an erster Stelle. Wenn es die Zeit erlaubt, trifft sich Sacher mit seinen Kumpels zum Futsal. In der Oberliga jagt er beim CF Deportivo Unna den Ball mit dem reduziertem Sprungverhalten nach. Im Futsal ist Sacher ebenfalls als Torjäger gefürchtet: Bei seinen drei Einsätzen in der vergangenen Saison traf er satte elf Mal.

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