Offensives Mittelfeld: Andreas Toetz von Westfalia Wickede hinterließ viele Fragezeichen

Elf des Jahres

Andreas Toetz hat seine Karriere nach dieser Saison beendet. Vorher hatte er sich nochmal fit gemacht - und zeigte eine starke Rückrunde. Dabei verwirrt er mit seiner Spielweise nicht nur Gegner.

Dortmund

, 14.06.2019 / Lesedauer: 3 min
Offensives Mittelfeld: Andreas Toetz von Westfalia Wickede hinterließ viele Fragezeichen

Zwei Oldies unter sich: Andreas Toetz (links) und Dimitrios Kalpakidis. © Nils Foltynowicz

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Andreas Toetz und Alex Gocke waren im ersten Westfalenliga-Jahr von Westfalia Wickede noch Mitspieler. Gocke wechselte irgendwann ins Traineramt, Toetz blieb als „ewiger Wickeder“ weiterhin bei den Schwarz-Weißen - bis zum Ende dieser Saison. Denn jetzt ist Schluss.

Noch einmal zur Höchstform

Doch in seiner letzten Rückrunde lief er nochmal zur Höchstform auf: „Er hat sich nochmal richtig fitgemacht“, sagt Mitspieler und Freund Marco Dej, „er wollte mit der Saison einen richtig guten Abschluss haben.“ Heute kann man sagen: Das hat er geschafft. Nicht nur, weil er mittlerweile über 200 Westfalenliga-Spiele aufweist, sondern auch, weil er auf seiner Position mit fast 36 in dieser Saison immer noch zu den Besten zählt.

Auf dem Platz: „Manchmal habe selbst ich mich gefragt, wie er seine Tore gemacht hat“, sagt Wickede-Trainer Alex Gocke. Denn nicht immer war Toetz so fit wie in dieser Rückrunde - und trotzdem hat er immer seine Torgefahr bewiesen: „Wir nennen ihn Windhund“, sagt Dej, „weil immer solche Haken schlägt.“ Gocke fügt hinzu: „Irgendwie hat er immer seinen Weg durch die Menge gefunden, er hatte immer Dinge drauf, die man nicht verteidigen konnte und war damit eine Bereicherung für mich als Mitspieler und auch später als Trainer.“

Offensives Mittelfeld: Andreas Toetz von Westfalia Wickede hinterließ viele Fragezeichen

Kampf um jeden Ball. Andreas Toetz legte sich in dieser Saison noch einmal richtig ins Zeug. © Schaper

Neben dem Platz: Toetz wird als sehr kollegialer Typ beschrieben, der „es immer schafft, mit jedem ein gutes Verhältnis zu haben“, sagt Gocke. Kumpel Dej fügt hinzu: „Er war im Team für junge Spieler immer eine der ersten Anlaufpersonen und hatte für alle ein offenes Ohr.“ Gocke sagt: „Er ist sehr empathisch, das zeichnet ihn aus.“ Außerdem wird Toetz‘ Vereinstreue gelobt: „Das ist auch ein Zeichen für Loyalität“, sagt Gocke.

Ein Spieler wie: Hier wird‘s kompliziert, denn so einen Typen wie Toetz gibt es nicht allzu oft. „Andreas ist unverwechselbar“, sagt Dej. Vielleicht muss man ein paar Jahre zurückgehen, um jemanden zu finden, der wie Toetz nicht immer fit war, aber trotzdem seine Tore gemacht hat? Schlaksig und mit Dribblings, die nicht so richtig ins Raster passen? Versuchen wir es mit Mario Basler (der, der Torschützenkönig bei Werder Bremen und Deutscher Meister mit dem FC Bayern wurde).

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