Oberliga-Abstieg: Jetzt überprüft der FLVW juristisch den Beschwerdebrief

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Beim Konflikt zwischen den Oberliga-Klubs und dem FLVW ist kein Ende in Sicht. Mittlerweile hat der Verband den Beschwerdebrief erhalten und wolle ihn nun juristisch überprüfen lassen.

Dortmund

, 09.08.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Fünf Mannschaften steigen aus der Oberliga Westfalen ab - soweit die neue Abstiegsregelung. Die betroffenen Vereine fühlen sich allerdings vom Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) verschaukelt. Deshalb fordern sie in einem Brief nun die Änderung der aktuellen Regel. Laut Initiator Michael Link, Vorsitzender des ASC 09 Dortmund, hätten mittlerweile fast alle Vereine bestätigt, dass der ursprüngliche Plan gänzlich anders aussah. Lediglich ein Verein äußerte sich nicht.

Bereits am Freitag (7. August) ging beim FLVW und den Präsidiumsmitgliedern Gundolf Walaschewski (FLVW-Präsident) und Manfred Schnieders (Vize-Präsident) der besagte Beschwerdebrief ein. Letzterer wollte die Vorkommnisse am Sonntag nicht kommentieren und ließ nur verlauten: „Es handelt sich dabei um ein schwebendes Verfahren. Wir setzen uns jetzt juristisch mit dem Inhalt des Briefes auseinander. In zwei bis drei Tagen wissen wir mehr.“

Ausschuss trifft endgültige Abstiegsregelung

In dem Brief vertreten offiziell 13 der 21 Oberliga-Klubs die Auffassung, dass in einer Videokonferenz des Verbandes mit den Vereinen zuvor ausdrücklich von lediglich drei Absteigern die Rede gewesen sei. Auch zu diesem Umstand wollte sich Schnieders nicht äußern.

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„Die endgültige Entscheidung über die Abstiegsregelung für die Oberliga ist in einer Sitzung des zuständigen Verbandsausschusses getroffen worden. Dieser Termin hat einige Tage nach der Videokonferenz stattgefunden“, so der Vize-Präsident. Ob die Zahl drei gefallen sei, wollte Schnieders weder bestätigen noch dementieren.

Ein Verein äußert sich nicht

Laut Michael Linke haben unterdessen mittlerweile fast alle Mannschaften der Oberliga bestätigt, dass ursprünglich drei Absteiger geplant gewesen seien. „In dem Brief sind offiziell nur 13 Mannschaften vermerkt. Die SG Wattenscheid 09 hat sich etwas verspätet gemeldet und taucht in dem Schreiben deshalb nicht namentlich auf.“

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Ihm gegenüber hätten jetzt allerdings auch alle übrigen Vereine angegeben, dass der zuständige Staffelleiter Reinhold Spohn in der erwähnten Videokonferenz von drei Absteigern gesprochen habe. Auch Victoria Clarholz, die am Freitag noch verweigert hatten, der Beschwerde zu folgen, bestätigten Linke zufolge jetzt die Ereignisse. Nur der FC Gütersloh habe sich diesbezüglich nicht geäußert.

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