Noch ein Spiel bis zum Finale für die BVB-U17 - Moukoko-Ersatz kommt aus der Schweiz

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Die U17 von Borussia Dortmund begibt sich mit einem 4:1-Polster zum Rückspiel um die Deutsche Meisterschaft beim VfL Wolfsburg. Für die kommende Saison wurde ebenfalls bereits vorgesorgt.

Dortmund

, 07.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Das Tor zum erneuten Einzug ins Endspiel um die deutsche B-Junioren-Fußballmeisterschaft steht für die Talente von Borussia Dortmund vor dem Halbfinal-Rückspiel beim VfL Wolfsburg am Samstag um 15 Uhr im AOK-Stadion (Allerpark 2, 38448 Wolfsburg) sperrangelweit offen. Nach dem 4:1-Triumph vom Mittwoch in Brackel verfügt der Titelverteidiger vor dem zweiten Vergleich mit den Wölfen über alle Chancen.

„Wir sind noch lange nicht durch“

„Mit diesem tollen Resultat haben wir nicht unbedingt gerechnet. Es gibt uns eine glänzende Ausgangssituation, aber durch sind wir noch lange nicht“, mahnt BVB-Trainer Sebastian Geppert und schiebt voreiliger Final-Euphorie einen dicken Riegel vor. Mit Recht, denn trotz der starken Leistung sind ihm auch Mängel nicht verborgen geblieben.

Noch ein Spiel bis zum Finale für die BVB-U17 - Moukoko-Ersatz kommt aus der Schweiz

© Ludewig

Obwohl klar war, dass der physisch präsente Nord/Nordost-Meister als Markenzeichen fast über das komplette Feld Manndeckung praktiziert, besaßen die schwarzgelben Ausnahmekönner in der anfängliche Abtastphase leichte Anpassungsschwierigkeiten. Ein Flüchtigkeitsfehler hätte dem VfL fast die Führung beschert und die Sache hätte möglicherweise einen anderen Verlauf genommen.

Youssoufa Moukoko, Ware Pakia und Ansgar Knauff

Gänzlich unantastbar schien die BVB-Defensivabteilung zumindest bis zur Pause gegen einen allerdings sehr starken Gegner nicht. Im zweiten Abschnitt ließ sie schließlich nichts nennenswertes mehr zu. Trotzdem macht Dortmunds Coach unmissverständlich deutlich: „Wir müssen diesmal definitiv noch besser verteidigen.“ Zudem erhofft er sich etwas mehr Ballbesitz und Kontrolle im Mittelfeld.

Keine Gedanken macht er sich um den Sturm. Neben dem vermeintlichen Wunderkind Youssoufa Moukoko besitzt der BVB da in Ansgar Knauff und Ware Pakia über zwei weitere absolute Hochkaräter. „Vorne sind wir eigentlich immer für ein Tor gut“, weiß Geppert, der bei aller Kritik natürlich registriert hat, dass die Leistung nach dem Wechsel schon allererste Sahne war, seine Jungs eine insgesamt beeidruckende Vorstellung abgeliefert haben. Letztendlich hätte sich Wolfsburg auch über einen fünften Gegentreffer nicht beklagen dürfen. So ist noch nichts final entschieden, aber es ist auch nur schwer vorstellbar, dass sich die Borussen den Vorsprung heute nehmen lassen werden.

Bradley Fink kommt aus Luzern

Und so kann man sich auch schonmal für die neue Saison Gedanken machen, was der BVB für die durch das Aufrücken von Youssoufa Moukoko in die U19 im Sturm auch bereits getan hat. Zur kommenden Saison ist deshalb der erste Neuzugang in trockenen Tüchern. Vom FC Luzern wird sich der Schweizer U16-Nationalspieler und Mittelstürmer Bradley Fink den Borussen anschließen. Der 16-Jährige hat bereits vier Einsätze in der U18-Eliteliga seines Landes vorzuweisen und dort drei Tore erzielt. Und da er ohnehin beim BVB-Sponsor unter Vertrag steht, hat er auch deshalb schon ein Werbevideo:

Personell beklagt der Westmeister vor dem Duell mit den Wolfsburgern den Ausfall von Lion Semic. Der Außenverteidiger schied im Hinspiel bereits vor der Pause nach einem Kopfballduell mit einer Platzwunde aus, musste genäht werden. Geppert: „Da gehen wir überhaupt kein Risiko ein.“ Einem Einsatz von Lloyd Kuffour auf der anderen Seite der Viererkette, der im zweiten Abschnitt wegen muskulärer Probleme das Feld verließ, steht nichts im Weg. Bereits am gestrigen Freitag hat sich der BVB-Tross per Bus auf den Weg nach Wolfsburg begeben, um im Rahmen der Vorbereitung nichts dem Zufall zu überlassen.

Bereits um 11 Uhr erwartet der 1. FC Köln im zweiten Halbfinale mit einem 1:0 im Rücken Bayern München zum Rückspiel. Ein reines Westfinale kommenden Sonntag (13 Uhr) in der Roten Erde scheint nicht ausgeschlossen.

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