Neun Monate Sperre: Zweites Urteil im Fall von Türkspors Hallen-Aus

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Dass Türkspor Dortmund endgültig von den Hallenfußball-Stadtmeisterschaften ausgeschlossen ist, wurde bereits bekannt gegeben. Jetzt gab es in dem Fall aber noch ein zweites Urteil.

Dortmund

, 27.06.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Türkspor Dortmund wird bei den nächsten Hallenfußball-Stadtmeisterschaften nicht dabei sein - das ist Fakt. Gegen die Entscheidung des Sportgerichts vom 17. Juni kann TSD auch keine weitere Beschwerde mehr einlegen. Das war aber nicht das einzige Verfahren rund um den Vorfall in der Halle Huckarde bei den Stadtmeisterschaften.

Zur Erinnerung: Ein Mann war in der Zwischenrunde in der Halle Huckarde während des Entscheidungsspiels zwischen dem Lüner SV und Türkspor Dortmund aus dem TSD-Block auf das Spielfeld gelaufen und hatte den LSV-Keeper attackiert.

Türkspor Dortmund wurde dafür von der spielleitenden Stelle für die nächsten Stadtmeisterschaften gesperrt und zu einer Strafe von 500 Euro verurteilt. Der Mann sei zwar nachweislich Mitglied des Dorstfelder SC, als Fan allerdings Türkspor Dortmund zuzuordnen gewesen, wurde die Entscheidung damals begründet.

Dorstfelder SC hat das Urteil bereits angenommen

Türkspor legte Beschwerde ein, der Fall ging zum Kreisvorstand, der das Urteil aber für richtig befand. TSD beschwerte sich erneut - jetzt entschied das Sportgericht, dass die Entscheidung der spielleitenden Stelle richtig gewesen ist - das Urteil ist somit rechtskräftig und Türkspor raus aus der Halle.

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Aber was ist mit dem Mann vom Dorstfelder SC, der das ganze Übel verursacht hat? „Gegen den Mann selbst haben wir auch noch ein Verfahren eingeleitet“, erklärt der Kreisvorsitzende Jürgen Grondziewski.

Am 24. Juni entschied der Kreisvorstand über die Strafe für den Platzstürmer, der selbst nicht zur Verhandlung erschien, ein Vertreter seines Vereins Dorstfelder SC war anwesend. Und der DSC hat das vom Kreisvorstand gesprochene Urteil auch angenommen.

Jürgen Grondziewski: „Das Urteil ist rechtskräftig“

Der Mann wurde wegen der Unsportlichkeit, die er begangen hat, zu neun Monaten Spielsperre verurteilt. „Das Urteil ist rechtskräftig“, bestätigt Jürgen Grondziewski. Vom 24. Juni 2020 bis zum 24. März 2021 darf der Mann kein Fußballspiel mehr bestreiten - als Zuschauer darf er aber weiter an jedem Platz und in jeder Halle anwesend sein.

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Als Zeugen waren am Abend des Verfahrens auch Vertreter von Türkspor Dortmund geladen - die allerdings nicht vor Ort erschienen. „So ist das ganze jetzt abgeschlossen“, erklärt Grondziewski. Türkspor Dortmund wollte sich wie schon bei der eigenen Verhandlung nicht zum Fall äußern.

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