Neue Mannschaft, neuer Platz, neue Liga: Schafft Türkspor das Aufstiegs-Triple?

dzFußball-Bezirksliga

Türkspor Dortmund aus der B-Liga in die Bezirksliga durchmarschiert und hat schon wieder einen Kader zusammen, der für ganz oben reichen könnte. Trainer Bülent Kara stapelt aber erstmal tief.

Dortmund

, 19.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Seit Ende Juni befindet sich der Aufsteiger Türkspor Dortmund im Training. Doch so richtig neugeboren fühlte sich der Klub erst am 11. Juli. Es war der Tag, an dem die Stadt die neue Spielstätte am Fredenbaumpark freigab: „Wir haben jetzt einen Super-Platz und Super-Verhältnisse“, sagt Trainer Bülent Kara, „auf unserem eigenen Platz wollen wir uns etwas aufbauen.“

Viel Qualität und viel Feuer

Dazu gehört nicht nur eine Jugendabteilung, in die der Klub viel Arbeit reinstecken will, sondern auch eine schlagkräftige Bezirksliga-Mannschaft: „Wir müssen uns natürlich noch finden“, sagt Kara, „aber wir haben viel Qualität und richtig Feuer drin.“

Jetzt lesen

Viele Neuzugänge prägen den Kader des Aufsteigers, einige davon mit Oberliga-Erfahrung wie Tolga Buyruk (früher ASC 09 Dortmund und TSG Sprockhövel), Semih Aktas (Westfalia Herne, FC Gütersloh), die beide schon für die Relegationsspiele spielberechtigt waren und Kaan Akus (SpVg Schonnebeck, MSV Duisburg II), der vom Landesligisten Genc Osman Duisburg nach Dortmund gewechselt ist.

Überragende Neuzugänge

Aber auch Bekir Kilabaz, der aus der Landesliga vom SpVgg Horsthausen kam und Westfalenliga-Erfahrung vorweisen kann, Kemal Avci vom Landesligisten VfL Kemminghausen sowie die vier ehemaligen Bövinghauser Kimaz Hamza, Hazar Aksözek, Iago Augusto de Carvalho und Jorge Machado deuten in eine klare Richtung: „Unsere Ziele bleiben trotzdem die alten“, sagt Kara, „wir wollen ein Team werden, die Jungs müssen ja erstmal lernen, wer wie heißt. Wir wollen unser Potenzial ausschöpfen und dann gucken wir mal, wo uns das hinführt.“

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Das ist die Mannschaft von Türkspor Dortmund 2019/20

Das ist die Mannschaft von Türkspor Dortmund 2019/20
19.07.2019
/
Die Neuzugänge von Türkspor Dortmund© Schaper
Mannschaftsfoto von Türkspor Dortmund© Schaper
Bülent Kara (Trainer)© Schaper
Ismail Yilmaz© Schaper
Ozan Bektas© Schaper
Hazar Aksözek© Schaper
Kemal Avci© Schaper
Hamza Kimaz© Schaper
Bekir Kilabaz© Schaper
Semih Akdeniz© Schaper
Mehmet Ayaz© Schaper
Kaan Akkus© Schaper
Caner Özer© Schaper
Iago Carvalho© Schaper
Jorge Machado© Schaper
Durmus Aydin© Schaper
Viktor Siljek© Schaper
Semih Aktas© Schaper
Tolga Buyruk© Schaper
Omar© Schaper
Servet Pehlivan (Sportlicher Leiter)© Schaper

Zu den Liga-Favoriten zählt Kara eher die beiden Landesliga-Absteiger vom VfL Kemminghausen und vom SSV Mühlhausen: „Die sind mit 38, 39 Punkten abgestiegen und haben nicht viele Abgänge gehabt. Aber auch Körne und Eichlinghofen sehe ich da oben.“ Sein eigenes Team wolle zwar auch „oben mitspielen, aber es ist ein langer Weg und wir müssen die Entwicklungen so ein bisschen abwarten.“

Der Aufstieg ist keine Pflicht

Ist das nicht ein bisschen viel Understatement für ein so gut verstärktes Team? „Klar ist, der Aufstieg ist für uns keine Pflicht“, sagt Kara, „klar ist aber auch, dass wir vom Potenzial her, eine Favoritenrolle einnehmen können.“ Es wäre der dritte Aufstieg in Serie für den Klub aus dem Dortmunder Norden.

Jetzt lesen

Dreimal die Woche bittet Kara seine Truppe deshalb auf den neuen Kunstrasenplatz, dazu kommen zwei Testspiele und Einheiten im Fitnessstudio von Türkspor-Chef Akin Kara: „Im Training - das merkt man jetzt schon - gibt es kaum qualitative Unterschiede. Die Jungs werden dranbleiben müssen, wenn sie spielen wollen“, sagt Kara, „der Konkurrenzkampf ist groß.“ In den ersten Testspielen gelang es bereits ordentlich: Gegen den B-Ligisten SG Gahmen gab es einen klaren 5:1-Erfolg, gegen den A-Ligisten KF Sharri einen souveränen 3:1-Sieg.

Erste fünf Spiele richtungsweisend

Ob sie an der Bezirksliga-Spitze wieder ein Wort mitreden können, das hängt laut Kara auch ein bisschen vom Saisonstart ab: „Die ersten fünf Spiele sind schon richtungsweisend“, sagt der Coach, „wir haben keine Zeit zur Eingewöhnung.“

Was er meint sind die Duelle mit dem TuS Hannibal (11.8., „immer unangenehm zu spielen“), Mühlhausen (18.8.), Brambauer (25.8.), Eichlinghofen (01.09.) und Kemminghausen (08.09.): „Da hast du direkt drei Teams dabei, die oben mitspielen können“, sagt Kara, „da könnten wir sofort ein Zeichen setzen.“ Denn trotz des Aufstiegs des TuS Bövinghausen und des Staffelwechsels des FC Nordkirchen hält Kara die Bezirksliga 8 „für schwieriger als im vergangenen Jahr.“

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt
Fußball in Dortmund

ASC 09 und Türkspor feiern souveräne Testspielsiege - doch zufrieden ist nur ein Klub

Jeweils 5:1 haben sich der ASC 09 und Türkspor Dortmund in ihren Testspielen am Freitagabend durchgesetzt - und ziehen ganz unterschiedliche Schlüsse aus dem Ergebnis. Von Hendrik Nachtigäller

Lesen Sie jetzt