Nach Traumtor in der Nachspielzeit stürmen Auswechselspieler des FC Sarajevo-Bosna den Platz

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Und schon wieder hat der FC Sarajvo-Bosna in der Nachspielzeit zugeschlagen. Nach dem Siegtreffer im Spiel gegen den BSV Fortuna Dortmund kannten die Emotionen keine Grenzen.

Dortmund

, 25.02.2020, 16:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es läuft die erste Minute der Nachspielzeit in der B-Liga-Partie zwischen dem BSV Fortuna Dortmund und dem FC Sarajevo-Bosna. Seit Spielbeginn drücken die Gäste auf das Tor der Fortuna – aber das Gehäuse scheint wie vernagelt. Doch dann gibt es nochmal eine Ecke. Nachdem die eigentlich schon geklärt ist, kommt Marcel Burazin an den Ball.

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Was dann passiert, ist wohl der Traum jedes Amateurfußballers. Burazin zieht vom Strafraumeck ab und knallt das Spielgerät in den Winkel. Der Jubel über den späten Siegtreffer kennt keine Grenzen: Die Auswechselspieler des FC Sarajevo-Bosna stürmen auf den Platz und begraben den Torschützen unter sich.

Muhamed Ahmeckovic: „Mannschaft hat gerade so Kopf aus der Schlinge gezogen“

„Die Mannschaft hat sich für ihre Mühe belohnt. Wir haben bis zur letzten Minute gehofft und haben gerade noch einmal den Kopf aus der Schlinge gezogen“, fasst Trainer Muhamed Ahmeckovic seine Gemütslage nach dem Treffer zusammen.

Das Tor von Marcel Burazin inklusive des anschließenden Jubels ab 1:20 Minuten auf Soccerwatch

Das Besondere: Bereits zum zweiten Mal in dieser Saison gewann das Team durch einen Treffer in der Nachspielzeit. Im Spitzenspiel gegen den aktuellen Tabellenführer VfL Hörde schlug der FC ebenfalls nach dem regulären Spielende zu. „Die Mannschaft kämpft immer bis zur letzten Minute. Das geht auch nur auf diesem Weg“, sagt der Trainer, der dem Gegner auch ein Kompliment machte. „Fortuna hat stark gekämpft. Respekt!“

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Mit dem Sieg bleibt der FC Sarajevo-Bosna am VfL Hörde dran. Drei Punkte trennen den Zweitplatzierten vom Spitzenreiter. Beide Mannschaften sind der restlichen Liga in der B2-Staffel enteilt. Hörde hat in den bisherigen 18 Spielen nur eine Niederlage kassiert – gegen Sarajevo-Bosna – und auch die Mannschaft von Trainer Muhamed Ahmeckovic verlor erst zweimal.

Muhamed Ahmeckovic: „Wir wollen endlich zurück in die A-Liga“

„Meine Sorge ist so ein wenig, dass Hörde am Ende der Saison 85 Punkte hat und wir 82 Zähler – sprich: Beide Mannschaften gewinnen alle Spiele“, meint Ahmeckovic.

Das Saisonziel des FC lautete von Beginn an: Aufstieg! Mittlerweile befindet sich das Team in der vierten Spielzeit hintereinander in der B-Liga. 2015/2016 zog sich die Mannschaft mitten in der Saison aus dem Spielbetrieb der Kreisliga A1 zurück. „Wir wollen endlich zurück in die A-Liga, die ist sehr reizvoll für uns“, findet der Coach.

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Das besondere Prunkstück der B-Ligisten ist die Defensive: Nur 15 Tore kassierte man in bisher 18 Saisonspielen. „Wir haben zwei Innenverteidiger, die in der Jugend mal höherklassig gespielt haben. Auch deswegen traue ich der Mannschaft die A-Liga zu“, meint Ahmeckovic.

Niederlage gegen VfL Hörde in Hinrunde

Das einzige Problem: Wenn der VfL Hörde nicht mehr patzt, können die Kicker des FCSB nicht mehr aus eigener Kraft den Tabellenführer stürzen. Zum einen, weil sie nicht mehr gegen den Kontrahenten spielen – der oben erwähnte 2:1-Sieg war bereits das Rückrundenspiel, nachdem es in der Hinrunde einen 5:3-Sieg für Hörde gab – zum anderen: Es ist nicht sicher, ob der Zweitplatzierte der B-Liga in eine Aufstiegsrelegation kommt.

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Das hängt von den Dortmunder Absteigern aus der Bezirksliga ab. „Sicher fiebern wir dort mit und schauen regelmäßig nach den Ergebnissen. Letztlich können wir nur hoffen. Es liegt nicht in unserer Hand“, meint Muhamed Ahmeckovic“, „und wenn es am Ende nicht klappt mit dem Aufstieg, dann gratulieren wir Hörde fair.“

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