Nach einmal Training ein Hoffnungsträger - Offensivsspieler wird in Wickede dringend benötigt

dzFußball-Westfalenliga

Es war ein schwacher Auftritt von Westfalia Wickede beim 1:2 gegen Hassel. Nur wenige Spieler überzeugten. Eigentlich waren es nur zwei: Muhammed Cakir und ein Akteur, der eingewechselt wurde.

Dortmund

, 24.02.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Westfalia Wickede steht vor einer schweren Rückrunde. Das hat die Partie gegen YEG Hassel deutlich gezeigt. Trainer Marko Schott hat viele Baustellen ausgemacht, die schnell geschlossen werden müssen. Auch in der Offensive ist viel zu tun. Aber hier gibt es wieder einen Hoffnungsträger, den der neue Coach aber nicht verheizen möchte.

Jetzt lesen

Zwar hat Robin Dieckmann nach seinem Außenbandriss und einer Einblutung in der Kapsel im rechten Fuß gleich für Schwung gesorgt. Er hat am Montag aber die Belastung gleich gespürt. „Es ist jetzt nicht so schlimm, aber es ist etwas Druck auf dem Fuß“, sagt Dieckmann. Deshalb will er vorsichtig sein.

Robin Dieckmann wurde zur Halbzeit eingewechselt

Er war selbst überrascht, dass er am Sonntag gegen Hassel schon in der 46. Minute eingewechselt wurde, denn er hatte im Vorfeld nur einmal mit dem Team trainiert - und das nur teilaktiv. In den Spielformen war er zumeist der freie Mann, um nicht direkt in die Zweikämpfe gehen zu müssen.

Robin Dieckmann (r.) traf bisher neun Mal für Westfalia.

Robin Dieckmann (r.) traf bisher neun Mal für Westfalia. © Schütze

„Ich habe Robin dann am Sonntag in der Halbzeit gefragt, ob er bereit sei für die zweite Halbzeit. Er hat genickt. Deshalb habe ich ihn so früh gebracht“, erklärt Schott. Und Dieckmann trat auf, als wäre er nie verletzt gewesen. Er war an allen drei dicken Chancen im zweiten Abschnitt beteiligt. Zweimal scheiterte er am Keeper, einmal traf er den Pfosten.

„Keeper hat einfach Glück gehabt“

„Ich habe mich ungemein geärgert, dass ich nicht einen davon gemacht habe. Vor allem bei der ersten Chance“, sagte Dieckmann. Da hatten ihn Finn Heinings und Benedict Zwahr freigespielt. „Da hat der Keeper einfach Glück gehabt, dass sein Knie noch im Weg stand. Aber eigentlich muss ich den machen“, so Dieckmann.

Jetzt lesen

Er hat ihn aber nicht gemacht. Und so blieb es bei 1:2. Dieckmann schöpft Hoffnung aus den abschließenden 20 Minuten, weiß aber auch, dass vor allem der erste Abschnitt viel zu mutlos war. Marko Schott zieht Hoffnung daraus, dass Robin Dieckmann wieder dabei ist.

„Robin ist einer, der das Team mitziehen kann und vorangeht. Hinzu kommt, dass er torgefährlich ist und den richtigen Instinkt für einen Stürmer hat. Er steht häufig richtig“, sagt Schott. Also ist Dieckmann für Sonntag gegen Hordel für die kompletten 90 Minuten eingeplant?

Jetzt lesen

„Ich denke nicht, dass Robin bereit ist für 90 Minuten. Wir müssen ihn aber dahin führen, weil wir ihn auf dem Platz benötigen“, sagt der Trainer. Ähnlich sieht es Dieckmann. „Am liebsten würde ich dem Team natürlich über 90 Minuten helfen, aber ich muss vernünftig sein und mich immer weiter steigern nach der Verletzung“, meint er.

Abstiegskrimi gegen Lüner SV

Also wird es am Sonntag gegen den Tabellenvierten Hordel nichts mit 90 Minuten vorn Robin Dieckmann. Im Anschluss ist das Team aber spielfrei und kann sich so intensiv auf den Abstiegskrimi gegen den Konkurrenten Lüner SV vorbereiten. „In dem Spiel müssen wir gewinnen“, sagt Dieckmann. Vielleicht ist er dann schon wieder fast bei 100 Prozent.

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt